Eishockey NEWS

      Aus meiner Sicht ist es eine positive Meldung, dass es keine Aufstockung des Ausländerkontingents gibt!

      Für mich bleibt es nicht nachvollziehbar, wie sich der HCD hierfür engagieren könnte. Ausgerechnet Davos, dass sich immer wieder durch den Einbau junger Talente hervorgetan hat. Zudem bestand der Kern des Teams - mit Ausnahmen wie Marha - aus Schweizer Spielern, und es waren nicht die Ausländer, welche - anders als bei anderen Klubs - eine dominierende Rolle einnahmen.

      Auch wenn ich das aktuelle Team betrachte, lechze ich nicht nach weiteren Ausländern. Prince blieb bisher weit hinter den hohen Erwartungen zurück. Lindbäck ist nicht der erhoffte Rückhalt, von wenigen Top-Spielen abgesehen. Torhüter auf seinem Niveau gibt es auch mit Schweizer Pass. Wenn er sich nicht steigert und zu Konstanz findet, passt er in die Reihe zu Beauregard, Rönnquist und Noronen. Nygren war letzte Saison top, diese Saison kam er noch nicht wie gewünscht auf Touren. Sandell spielte verletzungsbedingt gar nie, Lindgren ist angeschlagen. Rödin kam nach seinem Nordamerika-Ausflug später dazu, hat Steigerungspotenzial wie die gesamte Mannschaft. Es liegt diese Saison sicher nicht nur an den Ausländern, aber auch.
      Andi Möller zum Vorwurf, ein Weichei zu sein:

      «Andere können sich ja gerne vor dem Spiel die Eier hart kochen.»
      Was für ein elendig, billiger Heuchler dieser Lengwiler (wie sein Verein übrigens auch, siehe Academy). Vorne rum behaupten, man müsse Verantwortung übernehmen um der explodierenden Lohnspirale entgegenzuwirken und hinten rum dann Spieler wie Corvi für 700 000 Franken verpflichten. Gerade der EVZ ist aktuell mit riesigem Abstand unangefochtener Leader, was "die Lohnspirale nach oben drehen" betrifft und handelt am verantwortungslosesten in dieser Kategorie (wäre Lohnspirale nach oben drehen umweltschädlich, der EVZ wäre locker bei der Spitze der grössten Umweltsünder mit dabei). Unfassbar sowas. Spätestens wenn er dann am Tage X vor dem Himmelstor steht, werden ihn seine billigen Lügen um so teurer zu stehen kommen und es geht schnurstracks ab in die Hölle wo bereits Zahner sehnsüchtig auf ihn wartet...

      Der Typ soll doch echt seinen Mund halten, wenn's um solche Themen geht. Lengwiler hat inzwischen sogar - ich hielt es eigentlich für unmöglich - Zahner geschlagen in dieser Hinsicht.
      27.11.2018 - Eine Ära geht zu Ende!

      Stolte-Benrath schrieb:

      Aus meiner Sicht ist es eine positive Meldung, dass es keine Aufstockung des Ausländerkontingents gibt!

      Für mich bleibt es nicht nachvollziehbar, wie sich der HCD hierfür engagieren könnte. Ausgerechnet Davos, dass sich immer wieder durch den Einbau junger Talente hervorgetan hat. Zudem bestand der Kern des Teams - mit Ausnahmen wie Marha - aus Schweizer Spielern, und es waren nicht die Ausländer, welche - anders als bei anderen Klubs - eine dominierende Rolle einnahmen.

      Auch wenn ich das aktuelle Team betrachte, lechze ich nicht nach weiteren Ausländern. Prince blieb bisher weit hinter den hohen Erwartungen zurück. Lindbäck ist nicht der erhoffte Rückhalt, von wenigen Top-Spielen abgesehen. Torhüter auf seinem Niveau gibt es auch mit Schweizer Pass. Wenn er sich nicht steigert und zu Konstanz findet, passt er in die Reihe zu Beauregard, Rönnquist und Noronen. Nygren war letzte Saison top, diese Saison kam er noch nicht wie gewünscht auf Touren. Sandell spielte verletzungsbedingt gar nie, Lindgren ist angeschlagen. Rödin kam nach seinem Nordamerika-Ausflug später dazu, hat Steigerungspotenzial wie die gesamte Mannschaft. Es liegt diese Saison sicher nicht nur an den Ausländern, aber auch.


      nur hat man halt jetzt nicht mehr die besten Schweizer. Ob sich da in naher Zukunft was ändern wird?

      hcd_ladina_1999 schrieb:

      warum so ein billiger Kompromiss? Man hat ja schon einmal gesehen, dass es der 5. Ausländer nicht bringt und hat die Regel schnell wieder abgeschafft.


      Wer hat dir das denn erzählt, dass man das geändert hat, weil es der 5. Ausländer "nicht bringt"?

      Das war damals doch ein kleines bisschen anders, als du dir das jetzt vorstellst. Das hatte nämlich damals mit dem Inkrafttreten des Personenfreizügigkeitsabkommen der Schweiz mit der EU zu tun.
      Nun war die bestehende Ausländerregelung mit dem gültigen Arbeitsrecht nicht vereinbar und funktionierte nur, weil alle Klubs ein Gentlemen's Agreement eingingen. Die Clubs hatten daraufhin beschlossen, dass man die Ausländerzahl auf die Saison 2004/05 hin von bisher drei auf vier aufstockt, wovon einer aus dem EU-Raum sein musste. Gleichzeitig beschloss man, für die Saison 2005/06 die Zahl gar auf fünf aufzustocken, wovon zwei Söldner aus dem EU-Raum sein mussten. Auch diese Beschränkungen waren Teil des Gentlemens Agreement. Die Anzahl Lizenzen war unbeschränkt, was dazu führte, dass einzelne Teams auf Verletzungen damit reagierten, dass man für 2-3 Spiele einen ausländischen Spieler auslieh, der dann zu seinem Verein zurückkehrte.
      Im Verlauf der Saison 2006/07 (der letzten mit fünf Ausländern) gab es dann immer wieder vereinzelt Gerüchte, dass es Teams gab (weiss nicht mehr welche das waren), die eine Verletzung des Gentlemen's Agreement in Betracht zogen, um so die Kosten zu senken, weil nicht-EU-Spieler offenbar günstiger zu haben waren, weil es weniger Plätze für die gab. Das Problem damals war halt auch, dass 2004 auch Tschechien und die Slowakei der EU beitraten, und somit - mit Ausnahme von Russland - alle grossen Hockeynationen keine Beschränkungen für EU-Spieler mehr kannten. Vor Gericht wäre das Team mit Sicherheit durchgekommen, wenn sie einfach fünf Kanadier eingesetzt hätten.

      Um dies aber zu verhindern, haben sich die Klubs zusammengesetzt und die Ausländerregelung neu verhandelt. Daraus entstand dann die seit der Saison 2007/08 gültige Regelung mit vier spielberechtigten Söldnern bei maximal acht einlösbaren Lizenzen.
      Schon damals kam man übrigens zum Schluss, dass mehr Ausländer dafür sorgen, dass die Liga ausgeglichener wird. Man hat sich aber für vier Ausländer pro Spiel entschieden, um die Gewichtung der Schweizer Spieler zu stärken.

      Wohin das nun geführt hat, sieht man aber auch. Es gibt kaum einen wirtschaftlich gesunden Klub in der Schweiz. Wer Meister werden will, wird fast dazu gezwungen, grosse Verluste einzufahren. Einer hat hier im Forum geschrieben, dass es auch Bern nicht mehr gelingt, die besten Schweizer Spieler zu halten oder zu verpflichten. Nun war Bern auch für mehr Ausländer. Ich denke es ist kein Zufall, dass der einzige Spitzenklub, der wirtschaftlich solid dasteht (natürlich dank Standortvorteil und Stadiongrösse) auch der einzige Spitzenklub ist, der bei der massiven Preistreiberei nicht überall mitmacht. Und daher auch für mehr Ausländer wäre, da diese langfristig gesehen die Preise der Schweizer Topspieler senken würde.
      Darf ich mal eine Frage stellen… wieso gibt es eigentlich im Eishockey keine Ablösesummen?
      Mir soll es grundsätzlich recht sein, wenn dies nicht eingeführt oder zur Regel wird. Doch wenigstens eine Ausbildungsentschädigung sollte es geben – oder gibt es so etwas? (habe nur noch nie davon gelesen)

      Ich denke dies könnte doch ein Anreiz sein vermehrt die Jugend zu fördern?! Wenn ein Spieler den Sprung in das Fanionteam schafft stellt er zwar einen Mehrwert für das Team dar, aber bei einem Wechsel ist alles verloren.

      So könnte doch auch eine Academy wie z.B. Zug sie hat, dem Verein mehr Anreize geben auf die Jugend zu setzen. Oder vergleiche ich hier zu fest mit dem Fussball?
      Danke für die Antworten!
      Ist dies dann eine einmalige Zahlung oder pro Saison? Und all zu hoch kann diese wahrscheinlich auch nicht sein, denn ich habe noch nie irgendwo gelesen "durch die Ausbildungsentschädigung welcher der Club X an Club Y bezahlen muss, ist Club Y saniert" oder ähnliches.
      Bei uns im Regionalfussball war es (jedenfalls vor 20 Jahren) so, dass bei einem Wechsel der Verein Pauschal CHF 500.- bezahlte und diese dann bei einem weiteren Wechsel vom abnehmenden Verein wieder verlangte. War aber so ein Gentlemen’s Agreement, damit man all die Formalitäten und Verzögerungen welche eine Abklärung in Bern zur Folge gehabt hätte, umging.