Eishockey NEWS

      Die aktuelle Situation zeigt einfach schonungslos auf, wie scheinheilig und unsolidarisch gewisse Klubs reagieren.

      Rumheulen und dann Geld verprassen und Reglements-Schlupflöcher nutzen: Lausanne und der Z vorneweg! Extrem unsympathisches Gebaren gewisser Herren.

      Da lob ich mir die rationale Art der ‚kleineren‘ Vereine und bin froh, ist unser HCD da auch vernünftig. Die Schere zu den Grossverdienern wird aber stets grösser ... es sei denn, wir haben bald einen funktionierenden Salary Cap. Solange aber Zahner und co. etwas zu sagen haben, bleibt dies ein frommer Wunsch.

      Persbestli schrieb:


      Was mich mehr stört ist diese lächerliche Ausländerregel. Da fehlt mir das Verständnis dafür. Und ich kann das Ganze nicht mehr ganz so ernst nehmen. Diese Regelung gehört für mich sofort wieder abgeschafft.


      Ich habe schon bei der Einführung dieser Regel den Sinn dahinter nicht verstanden. Es wird ja argumentiert, dass man im Falle des plötzlichen Abwanderns in die NHL keinen Ersatz findet. Dabei stehen die "kleinen" Clubs jedes Jahr vor genau diesem Problem, weil die reichen Clubs denen wieder ihre besten Spieler abjagen. Stellt euch mal folgendes Szenario vor (keine direkte Relevanz zu aktuell gültigen Verträgen):
      Zug verliert im Sommer 2021 Hofmann und Martschini an die NHL. Weil sie aber schon während der Saison mit dem Abgang von Hofmann rechnen, verpflichten sie Dominik Egli. Wenn Hofmann und Martschini tatsächlich in die NHL wechseln, kann Zug dann in den folgenden zwei Saisons (oder wurde das jetzt auf eine Saison beschränkt?) sechs Ausländer einsetzen. Natürlich wird man aber in Zug bereits im Sommer 2021 alle Hebel in die Gänge setzen, um mit der freigewordenen Lohnsumme nebst den zwei zusätzlichen Ausländern auch noch einen Top-Spieler zu verpflichten, dessen Vertrag im Sommer 2022 ausläuft.
      Und was ist das Fazit daraus? Zug profitiert in diesem Fall enorm von dieser Regelung, während Rapperswil und ein anderer Club, der einen Top-Spieler an Zug verliert, in die Röhre gucken und von dieser Regelung sogar indirekt bestraft werden.

      HalloVeloGummiBaum schrieb:

      Zug verliert im Sommer 2021 Hofmann und Martschini an die NHL. Weil sie aber schon während der Saison mit dem Abgang von Hofmann rechnen, verpflichten sie Dominik Egli. Wenn Hofmann und Martschini tatsächlich in die NHL wechseln, kann Zug dann in den folgenden zwei Saisons (oder wurde das jetzt auf eine Saison beschränkt?) sechs Ausländer einsetzen. Natürlich wird man aber in Zug bereits im Sommer 2021 alle Hebel in die Gänge setzen, um mit der freigewordenen Lohnsumme nebst den zwei zusätzlichen Ausländern auch noch einen Top-Spieler zu verpflichten, dessen Vertrag im Sommer 2022 ausläuft.
      Und was ist das Fazit daraus? Zug profitiert in diesem Fall enorm von dieser Regelung, während Rapperswil und ein anderer Club, der einen Top-Spieler an Zug verliert, in die Röhre gucken und von dieser Regelung sogar indirekt bestraft werden.


      Das ist ein sehr gutes Beispiel das aufzeigt, wie ungerecht diese neue Regel ist und nur den Top-Clubs was bringt, wobei die Kleinen Vereine wie Rappi, Langnau oder Ambri mal wieder in die Röhre gucken.

      Aber, haben nicht alle Teams an der Sitzung teilgenommen und wurde diese neue Regel nicht gemeinsam beschlossen?
      Du muss die Tschegg fördig maken
      Neues aus Bern

      blick.ch/sport/eishockey/nla/b…er-hoffen-id16177246.html

      Besonders dieser Absatz ist interessant:
      "Amherd fordert auch Lohn-Transparenz von den Ligen. Sowohl im Fussball als auch im Eishockey kann dargelegt werden, dass die Spieler bei zahlreichen Klubs bereits namhafte Lohnverzichte eingegangen sind."

      Mussten dann die Swiss-Kader und Co. auch ihre Löhne offenlegen?
      Nur wer ständig die Wahrheit sagt, braucht sich keine Gedanken darüber zu machen, was er gesagt hat.

      Fanatiker sind keine freien Menschen, sie sind Untertanen ihrer eigenen Überzeugung!

      Es gibt keine dumme Menschen, es gibt nur solche, die etwas Pech beim denken haben!

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      Zwilling70 schrieb:


      Mussten dann die Swiss-Kader und Co. auch ihre Löhne offenlegen?


      Die Löhne der Swiss Kader sind bekannt. Die Lufthansa ist eine börsenkotierte Gesellschaft und muss diese entsprechend offenlegen. Vergleichbar sind die beiden Fälle aber nicht. Die Swiss hat ein Darlehen erhalten, dass durch Aktien gesichert ist, während dem die Fussball- und Eishockeyclub ja a fonds perdu Beiträge verlangen.

      Persönlich finde ich, dass die Lohnbudgets in diesem Falle keine Rolle spielen sollten. Die Clubs sollten für die fehlenden Zuschauereinnahmen und die Aufwendungen für die Sicherheitskonzepte entschädigt werden. Die Diskussion um die Löhne ist eine separate und muss unter den Clubs endlich ernsthaft geführt werden. Dafür braucht es den Bund nicht.

      Stiefel schrieb:

      Die Diskussion um die Löhne ist eine separate und muss unter den Clubs endlich ernsthaft geführt werden. Dafür braucht es den Bund nicht.

      Dem ist definitiv so. Die Hilfe sollte nicht davon abhängig gemacht werden, denn das Eine hat nichts mit dem Anderen zu tun. Dass die Lohnspirale endlich durchbrochen werden muss, ist nicht erst seit diesem Jahr klar, aber irgendwie war der "Pain" noch nicht erreicht oder die Clubs konnten sich dies leisten. Ich frage mich einfach, was kommt danach?
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      Stiefel schrieb:

      Wer weiss, vielleicht kehrt wirklich Vernunft ein - die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt...


      Ja, die Hoffnung stirbt zuletzt.

      Ich bin sehr auf den Entscheid von Dominik Egli gespannt. Bleibt er in Rappi? Oder wechselt er für einen fürstlichen Lohn in die Zentral- oder Westschweiz? Oder nach Züri? Hier wird sich zeigen, wie lange die Hoffnung noch leben kann.
      Du muss die Tschegg fördig maken
      Chris DiDomenico von Fribourg-Gottéron wird wegen zweimaligem Vortäuschen eines Fouls im Meisterschaftsspiel der National League vom 27. Oktober 2020 zwischen den SCL Tigers und Fribourg-Gottéron mit CHF 6’000.— gebüsst (inkl. Verfahrenskosten).

      Da kommt mir ein Video in den Sinn vom Spengler Cup, als Lorenz Kienzle noch im Dress vom HC Lugano aufgelaufen ist:
      youtu.be/alov4KaNVCs
      Du muss die Tschegg fördig maken
      Die neusten Informationen zu den Darlehen:

      Dank einem Hilfspaket des Bundes können Klubs direkt vom Bund mit Darlehen von insgesamt 350 Millionen Franken unterstützt werden. In der neuen Covid-19-Verordnung Mannschaftssport präzisierte der Bundesrat die Richtlinien für die Handhabung dieser Darlehen. Die Verordnung ersetzt die bisherige Bestimmung in der Sportförderverordnung und tritt am 1. Dezember 2020 in Kraft:

      Der Bund kann einzelne Klubs direkt mit zinslosen Darlehen in der Höhe von bis zu einem Viertel ihres Betriebsaufwands der Saison 2018/2019 unterstützen. Die Klubs müssen dafür Sicherheiten in der Höhe von 25 Prozent des Darlehens leisten.

      Jene Klubs, die das Geld nicht innerhalb von drei Jahren zurückzahlen können, müssen die Löhne um maximal einen Fünftel kürzen. Dies beschränkt sich auf jene Löhne, die den Höchstbetrag des versicherten Verdienstes in der obligatorischen Unfallversicherung UVG übersteigen (derzeit rund 148'000 Franken).

      Die Klubs haben maximal zehn Jahre Zeit, die Darlehen zurückzuzahlen.

      Der Bund gewährt Rangrücktritt auf die Darlehen, wenn dadurch die Ausgangslage für die Rückzahlung an den Bund verbessert werden kann.

      Neben den Klubs der beiden Profiligen im Fussball und Eishockey können auch semiprofessionelle Mannschaftssportarten unterstützt werden. Namentlich sind dies Basketball, Handball, Unihockey, Volleyball sowie Fussball und Eishockey der Frauen. Diese Klubs müssen in der jeweils höchsten Liga spielen.


      Meine Meinung hierzu:
      Viel besser ist dieser "Knebelvertrag" nicht, als das was im Frühling vorgeschlagen wurde. Vor allem ist es stossend, dass dieses Darlehen mit Verpflichtungen der Gehälter verknüpft wird, zumal die Clubs unverschuldet in diese Situation geraten sind und aufgrund der Hygienevorschrift diese sogar noch verschlechtert hat, da die Vereine viel Geld für diese Schutzkonzepte ausgegeben haben, ohne dass jetzt Zuschauer zugelassen werden. Die Lohnobergrenze von 148'000 ist m.E. viel zu tief angesetzt. Mit diesem Betrag sind rund 70% der Spieler davon betroffen, wenn das Darlehen nicht innert 3 Jahren zurück bezahlt wird.
      Nur wer ständig die Wahrheit sagt, braucht sich keine Gedanken darüber zu machen, was er gesagt hat.

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      pauli schrieb:

      Finde diese Sache super, vorallem dass auch die nicht Profiteams unterstützung bekommen.
      Ja gerade die MSL könnte sonst zum ersten grossen Totengrab des schweizer Sports werden. Letzhin wurde auf Tele Südostschweiz diesbezüglich ein Bericht ausgestrahlt mit den CEOs von Chur und Arosa. Diese MSL Vereine sibd teilweise stärker betroffen als die NLB Clubs da sie nicht wie viele dort an der Nabelschnur der NL hängen ( Farm und Partnerclubs) sowie keine TV. Einnahmen haben
      Tessin verschärft Corona-MassnahmenIm Tessin gelten ab Montag verschärfte Regeln zur Eindämmung des Coronavirus. Versammlungen von mehr als fünf Personen im öffentlichen Raum sind verboten ebenso wie öffentliche und private Veranstaltungen mit mehr als fünf Personen. Das kündigte die Regierung am Sonntag in Bellinzona an.

      Auch alle Gruppensportaktivitäten sind verboten, ausser für Kinder unter 16 Jahren. Von der neuen Verschärfung ausgenommen sind religiöse Veranstaltungen wie Begräbnisse oder Hochzeiten, für die das Maximum auf 30 festgelegt ist.

      Quelle SRF

      Heisst das, die Saison ist vorbei?
      ! Kämpfe und Siege !


      jump schrieb:

      Heisst das, die Saison ist vorbei?

      Denke nicht. Wird sicher eine spez. Regelung für den Spitzensport geben. Einfach, ein Bier trinken nach dem Spiel liegt nicht mehr drin. :D
      Nur wer ständig die Wahrheit sagt, braucht sich keine Gedanken darüber zu machen, was er gesagt hat.

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