Eishockey NEWS

      Die Entfremdung des Sports: Verlieren die Klubs wegen Geisterspielen ihre Fans?
      Spiele finden statt, doch in den Stadien herrscht gähnende Leere. Fussball und Eishockey entfernen sich immer mehr von den Fans. Kehren diese nach Corona überhaupt wieder in die Stadien zurück?

      Ein bisschen haben wir uns daran gewöhnt. Daran, dass der Ton aus dem Fernseher ruhiger geworden ist. Daran, dass wir die Spieler hören, wie sie einander Anweisungen geben. Selbst an den Anblick, dass die Sitze verwaist bleiben. Doch auch nach Monaten der leeren Stadien fehlen sie noch immer: die Fans. Sie sind es, die ein Spiel in den Publikumssportarten Fussball und Eishockey zu einem Ereignis machen. Für viele Menschen ist das Stadion auch ein sozialer Treffpunkt.

      Und jetzt? Jetzt sitzen die Zuschauerinnen und Zuschauer vor dem heimischen Fernseher auf ihrem Sofa. Einige von ihnen mögen aus Tradition eine Stadionwurst verspeisen oder ein Bier trinken, ein ähnliches Feeling wie früher ist es für sie aber nicht. Die Spiele des eigenen Vereins werden von einem Ereignis zu einer Nebensache. Was passiert in dieser Zeit mit den Fans? Finden sie andere Hobbys und wenden sich vom Sport ab? Und kehren sie je wieder zahlreich in die Stadien zurück?

      Die sozialen Medien helfen, Kontakt zu halten
      Mit diesen Themen befassen sich derzeit die Schweizer Eishockey- und Fussballklubs. David Gadze, Medienchef beim FC St. Gallen, sagt: «Tatsächlich suchen wir nach neuen Wegen, mit unseren Fans in dieser besonderen Zeit mehr Kontakt zu halten.» Funktionieren soll dies im Jahr 2020 hauptsächlich dank verstärkter Präsenz in den sozialen Medien und auf der Website. So hat der FCSG mit der «Espenrunde» eine einstündige TV-Sendung lanciert, in dem Akteure zu Wort kommen. Zudem dürfen Fans neuerdings vor jeden Meisterschaftsspiel auch Fragen für die Pressekonferenzen einreichen.

      Ähnlich gehen es die ZSC Lions an. Kommunikationsleiter Sandro Frei sagt: «Natürlich ist es für uns alle sehr schwierig, dass die Fans nicht in die Stadien dürfen. Aber wir versuchen, so gut wir können und dürfen, den Kontakt aufrechtzuerhalten.» Veranstaltungen, wie Autogrammstunden oder Sponsorenevents, finden derzeit nicht statt, dafür bauen die Lions ihr digitales Angebot aus. Derzeit mit einem Adventskalender, in dem es Fanartikel zu gewinnen gibt. Während den Spielen kommentierten die Lions neuerdings ihre Spiele selber. «Das Stadionerlebnis kann man nicht eins zu eins ersetzen. Wir versuchen aber zu machen, was dank sozialen Medien möglich ist.»

      Auch bei den anderen angefragten Vereinen zeigt sich, dass dank Internetaktivitäten der Kontakt gehalten werden soll. Beim FC Luzern etwa ist man aktiver, postet mehr. Zudem werden die Fans durch einen Newsletter informiert. Und beim EV Zug heisst es, dass man in sozialen Medien und im Fanforum in Kontakt mit den Fans steht.

      Für die Vereine ist eines der zentralen Themen derzeit, ob die Fans gänzlich auf Rückerstattung für ihre bezahlten Saisonabos pochen. So heisst es beim SC Bern, dem mit normalerweise über 16'000 Zuschauern höchsten Schnitt eines europäischen Hockeyklubs: «Zurzeit laufen Aktionen zum Verzicht auf Rückerstattung zu Gunsten des SCB.» Aufgrund von Einzeleintritten sowie Verpflegungseinnahmen brechen den Klubs viele Gelder weg.

      Beim FC Basel konnten sich Fans dafür bewerben, an einem virtuellen «Runden Tisch» mit anderen Fans und der Geschäftsleitung des Klubs teilzunehmen. Ziel der Aktion ist es, kreative Vorschläge für die Saisonabobesitzer zu erarbeiten. Zudem wurden Fans dazu eingeladen, an einem Austausch mit Präsident Bernhard Burgener und CEO Roland Heri teilzunehmen.

      So oder so: Das Stadionerlebnis ist nicht zu ersetzen. «Im Stadion hat man das Gefühl, dass man sein Team unterstützt. Vor dem TV kann ich ausschalten und es ändert sich überhaupt nichts», sagt Dario Reinhard. Der 27-Jährige ist im Vorstand des Luzerner Fanklubs des HC Ambri-Piotta und besitzt seit über 15 Jahre ein Saisonabonnement beim FC Luzern.

      «Meine beiden Vereine zu unterstützen, ist eines meiner grössten Hobbys», sagt Reinhard. «Die Spiele sind normalerweise Fixpunkte in meinem Kalender. Jetzt hat sich das aber geändert.» Häufig schaue er die Spiele mit einigen ausgewählten Freunden, manchmal auch alleine. «Ich bin aber nur mit den halben Emotionen mit dabei. Im Stadion kann man sich über ein Tor minutenlang freuen. Jetzt, ob alleine zu Hause oder mit Freunden vor dem TV, stehe ich vielleicht kurz vom Sofa auf, balle die Faust und sitze wieder ab.»

      Die Emotionen nehmen ab, der Kontakt findet nur noch digital statt. Kehren nur noch wenige Zuschauer zurück in die Stadien? «Vielleicht gibt es einige, die neue Hobbys gefunden haben. Der Grossteil wird aber wiederkommen», sagt Dario Reinhard.

      Das glaubt auch Simon Walter, FCB-Medienchef. «Wir spüren, dass die Unterstützung auch jetzt gross ist. Das zeigt die Tatsache, dass für den Frühling schon über 10'000 Fans ein Halbjahreskartenabonnement reserviert haben. Wir denken, dass sich viele Fans auf den Moment freuen, in dem sie wieder zurückkommen können.»

      Und Sandro Frei von den ZSC Lions sagt: «Hätten wir die Saison erneut abgebrochen, wären wir wohl aus dem Bewusstsein der Fans verschwunden. Aber weil der Spielbetrieb läuft, glaube ich, dass das Interesse bestehen bleibt. Wir alle freuen uns, wenn die Fans endlich wieder ins Stadion dürfen.»

      Quelle: Aargauer Zeitung - Raphael Gutzwiller
      Du muss die Tschegg fördig maken
      Eigentlich müsste die neue NHL-Saison im Jänner beginnen.....


      Die NHL plant mit einem kompletten 82 Spiele umfassenden Spielplan in der regulären Saison und mit den üblichen vier Runden im Best-of-7-Format in den Stanley Cup-Playoffs die kommende Spielzeit. Dies bestätigte Comissioner Gary Bettman am Samstag.

      "Ich gehe davon aus, dass es eine komplette Saison mit 82 Spielen und den vertrauten Playoffs geben wird", sagte Comissioner Bettman. "Wann und wie wir spielen werden, das ist etwas, was noch nicht entschieden ist. Dazu fehlen uns noch Informationen. Derzeit wäre alles dazu nur Spekulation. Unser Ziel ist es die größtmögliche Form an Normalität zurückzugewinnen, unter den derzeit gegebenen Umständen."

      Ursprünglich hatte die NHL den 1. Dezember als ein mögliches Startdatum ins Auge gefasst, mit der Möglichkeit, dass dieser noch nach hinten verschoben werden könnte. Comissioner Bettman sagte, dass die nächste Saison nicht vor Ende Dezember, möglicherweise erst im Januar, beginne könnte.



      Du muss die Tschegg fördig maken
      SCL Tigers verstärken sich mit Nilsson
      Nach dem Weggang von Erik Brännström haben die SCL Tigers auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Die Emmentaler verpflichten Marcus Nilsson bis Ende der laufenden Saison. Der 29-jährige Schwede spielte in den letzten Jahren bei Färjestad in Schweden und avancierte mit 54 Skorerpunkten (12 Tore) in 50 Spielen zum Liga-Topskorer. Auf diese Saison wechselte er in die KHL zu HK Sotschi. Vor einigen Tagen habe er sich entschieden, den Vertrag aufzulösen mit dem Ziel, die Saison in der Schweiz fortzusetzen. Nilsson soll «mit seiner Erfahrung eine tragende Rolle im Team übernehmen können», wie die Tigers in einer Mitteilung schreiben. Langnau liegt momentan am Tabellenende.


      SRF

      Könnte was werden. Aber einer alleine wird's nicht richten können.
      ! Kämpfe und Siege !


      Ich bin nur sehr selten hier im Forum anzutreffen. Als Familienvater bleibt mir leider nicht immer so viel Zeit für "meinen" HCD wie es früher mal war. Man muss sich organisieren, Kompromisse eingehen, Prioritäten setzen. So geht es vielen, auch jüngeren Fans. Wenn ich aber hinsichtlich den zukünftigen Saisons unter dem Dach dieser versch... Liga-AG eine Güterabwägung machen muss, und effektiv 10 Ausländer pro Team rumkurven, dann wäre für mich schnell klar, dass ich mich ganz vom Hockey zurückziehen werde. Schade, aber diese Furzidee bringt eine völlige Entfremdung der Clubs von den Fans, das werde sicher nicht nur ich so sehen. In Power- und Boxplay spielen dann konstant 4 Schweden, 3 Kanadier sowie ein Slowake und als Exot noch ein Däne, Schweizer gibts dann noch in der dritten und vierten Linie. Das grösste Nachwuchstalent spielt dann ab und zu mal als 13. Stürmer oder sitzt als dritter Goalie immerhin bei 2 Spielen mal auf dem Bänkli. Tolle Aussichten, genau das wollten wir ja schon immer! Eine Identifikation mit dem Team wirds nicht mehr geben, von den 10 Imports sind im Jahr darauf 8 eh wieder weg, weil sie anderswo 5% mehr verdienen respektive aus den Weiten Nordchwedens oder Südfinnlands noch billigere Fachkräfte auf ihren Einsatz in der Schweiz warten. Btw, wie steht es im Sport eigentlich um den Inländervorrang?
      Die Nachwuchsförderung wird somit total obsolet, und entsprechend auf das absolute Minimum reduziert. Wer mit 7 oder 8 nicht nach Kanada oder wenigstens bis nach Schweden auswandert hat so keine Chance mehr, später international eine gewisse Rolle zu spielen.

      Schade, dass offenbar auch der HCD hier keine Gegenposition einnimmt. Dabei gäbe es m.E. genügend intelligente Menschen in leitenden Funktionen im Verein. Aber offenbar scheint die Aussicht auf ein Billig-Kader aktuell logisches Denkvermögen und vorausschauendes Handeln zu verhindern. Danke für gar nüt!

      Ich wünsche euch allen trotz diesen verrückten Zeiten eine bessinliche Weihnachtszeit, en guete Rutsch und bleibt gesund!

      daeve schrieb:

      Aber offenbar scheint die Aussicht auf ein Billig-Kader aktuell logisches Denkvermögen und vorausschauendes Handeln zu verhindern. Danke für gar nüt!

      Etwas arg dramatisch ausgedrückt. Wenn man die gegenwärtige Situation betrachtet und die daraus notwendigen "Hilfen" mit deren Verpflichtungen, bleibt auch dem HCD gar keine andere Wahl. Kein Sponsor ist daran interessiert, in einen "Looser-Verein" zu investieren, da wird das Verlierer-Image direkt mit dem Sponsor assoziiert und wer will das schon?!?. Es ist ein Teufelskreis, wenn man einfach die Kosteneinsparung über junge Nachwuchsspieler realisieren will, ist man in den seltensten Fällen konkurrenzfähig und läuft Gefahr, wichtige Einnahme-Quellen zu verlieren. Viel wichtiger, als sich an der Zahl 10 fest zu beissen, ist es den "goldenen Mittelweg" zu suchen und hierbei denke ich, dass der HCD seinen Aufgabe richtig machen wird. Spektakel ja, aber nicht zu jedem Preis und dennoch den Nachwuchs weiter bringen. Wenn heute ein durchschnittlicher Verteidiger ein Salär von > 300'000 p.a verdient und man sich überlegt, dass ein RvA in den besten Zeiten gerade mal 550'000 gezogen hat, muss man sich schon fragen, ist es dann nicht sinnvoller, für mehr Wettbewerb zu sorgen und so ein gerechteres Preis-Leistungsverhältnis zu erhalten? Am Ende darf nicht vergessen werden, Hockey dient auch der Unterhaltung, und etwas Show darf trotz aller Professionalität nicht fehlen. Wie sang einst Freddy: The show must go on!
      Nur wer ständig die Wahrheit sagt, braucht sich keine Gedanken darüber zu machen, was er gesagt hat.

      Fanatiker sind keine freien Menschen, sie sind Untertanen ihrer eigenen Überzeugung!

      Es gibt keine dumme Menschen, es gibt nur solche, die etwas Pech beim denken haben!

      Fan since 1979
      Maxim Lapierre beendet mit 35 Jahren seine Karriere. Wie hab ich den Typen gehasst, wenn er wieder und wieder Spieler und Fans mit seinem "dreckigen" Lachen zur Weissglut trieb. Er war eine Pest.
      Und trotzdem brauchts genau solche Typen. Sie tun dem Hockey gut. Alles gute Maxim!
      Du muss die Tschegg fördig maken
      Wie hab ich diesen Typen "gehasst" und wie gerne hätte ich genau so einen Typen beim HCD!!!!
      Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren.
      Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war. (Bertolt Brecht)
      Besserwisser, das sind die Klugscheisser unter den Dummköpfen.(Gerhard Uhlenbruck)
      Denk daran, dass schweigen manchmal die beste Antwort ist. (Dalai Lama)
      Beleidigungen sind die Argumente jener, die über keine Argumente verfügen. (Jean-Jacques Rousseau)

      GoGoHCD schrieb:

      Wie hab ich diesen Typen "gehasst" und wie gerne hätte ich genau so einen Typen beim HCD!!!!

      So einen braucht es in jeder Mannschaft. Wir hatten mal Yves Saraut welcher ein solcher Haudegen war.
      Nur wer ständig die Wahrheit sagt, braucht sich keine Gedanken darüber zu machen, was er gesagt hat.

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