HCD News

      Kann mich dunkel erinnern, dass ein Lausanne-Vertreter auf einen entspr. "Lohntreiber-Vorwurf" gesagt hat, sie hätten gar nicht mitgeboten - dummerweise weiss ich nicht mehr, ob es dabei um Hofmann oder Corvi ging...

      Die Frage ist, ob für Corvi nach wie vor Offerten im herumgebotenen Rahmen von TCHF 700+ bestehen, oder ob sich die Euphorie da etwas relativiert hat. In dieser Region könnte der HCD nicht mithalten. Liegt die Grenze hingegen bei etwa TCHF 600, könnten wieder mehr Interessenten auftauchen. Wenn es am Ende nur noch um die Kohle ginge, würde aber wohl der HCD bzw. die Gönner auch nochmals etwas Geld aufwerfen.

      Dino Kessler hat übrigens im BLICK ziemlich "zugeschlagen" mit einer Einschätzung von Hofmann; allerdings würde die Kritik noch auf diverse CH-Spieler im künstlich geschützten Lohnbiotop der "National League" zutreffen.

      Wie gut ist EVZ-Neuzugang Hofmann tatsächlich?

      Dino Kessler
      Eishockey-Reporter

      14:52 Uhr / 04.12.2018

      In einer Blick-Talkshow Anfangs November sprach sich EVZ-CEO Patrick Lengwiler äusserst dezidiert für die Akquise Grégory Hofmanns aus. Das sei ein Spieler, der in entscheidenden Partien die Differenz ausmache, sagte Lengwiler sinngemäss. Das Problem? Hofmann hat in entscheidenden Partien noch nie für den Unterschied gesorgt (mindestens dann nicht, wenn die Intensität internationales Niveau erreichte).

      Nicht in Davos, wo er beim letzten Meistertitel wohl präsent war, während der härtesten Phase der Finalserie gegen die ZSC Lions (als der HCD die Schraube deutlich anzog) aber keine Schlüsselrolle mehr spielte. Und auch nicht beim HC Lugano, obwohl er im letzten Frühling 14 Treffer markierte. Als die Tessiner die Tore nämlich am dringendsten brauchten (im entscheidenden Spiel 7 gegen Zürich beispielsweise), fehlte bei Hofmann die Bereitschaft, mit dem Kopf durch die Wand zu gehen.

      Robustheit fehlt
      Hofmanns Talent? Er ist ein vorzüglicher Läufer, er ist beweglich, explosiv und verfügt über eine bestechende Pass- und Schusstechnik. Was ihm fehlt? Das Durchsetzungsvermögen in der Hitze des Gefechts, der Mut, Tore mit der Brechstange zu erzwingen und die Robustheit, den Puck in hart geführten Zweikämpfen entlang der Bande zu behaupten.

      Bei der Weltmeisterschaft in Kopenhagen stand er zu Beginn des Turniers in der Formation mit Enzo Corvi und Nino Niederreiter auf verlorenem Posten, weil er seinen Linienkollegen schlicht und einfach nicht genug Unterstützung bieten konnte, wenn der Puck gegen robuste Abwehrspieler verteidigt oder erobert werden musste. Hofmann kam in Kopenhagen erst auf Touren, als die Mannschaft das Gröbste überstanden hatte und auf Viertelfinalkurs war.

      Martschini weist bessere Werte auf
      Natürlich ist Hofmann ein grandioser Spieler – im benutzerfreundlichen Umfeld der National League. In der nationalen Spektakelliga mit viel offenen Räumen und wenig harter Gegenwehr, Durchzug in den Couloirs und genug Zeit vor dem Tor ist der Neuenburger ein Torgarant. Aber einen Scharfschützen hat der EVZ längst: Lino Martschini. Der Rechtsschütze schneidet im Quervergleich mit Hofmann gar besser ab: In den letzten fünf Saisons (die laufende inklusive) kommt Martschini auf 98 Tore in 218 Spielen, Hofmann auf 74 Treffer in 205 Partien (ohne Playoffs).

      Wahrscheinlich ist es symptomatisch, dass Hofmann beim EVZ einen Vertrag ohne Ausstiegsklausel für die NHL eingegangen ist. Mit seinen Vorzügen müsste er einen Versuch doch mindestens wagen – aber weshalb sollte er das tun, wenn er in der geschützten Werkstatt der National League bequem viel Geld verdienen kann? Für dieses Salär müssten sich vergleichbare Spieler aus den Topnationen Europas mindestens in der KHL durchsetzen.

      Auf die NHL verzichten, obwohl die Möglichkeiten gegeben sind? Das kommt garantiert nur einem Schweizer in den Sinn. Wohlstandsverwahrlosung nennt sich das dann. Vielleicht haben sich die Talentspäher im EV Zug aber auch einfach nur von den Zahlen blenden lassen und das Wesentliche übersehen. Aber wer so viel Geld für Hofmann hinblättert, sollte sich nie wieder über hohe Spielerlöhne beschweren.
      Der HCD hat soeben bekannt gegeben, dass am Wochenende bei den beiden Spielen gegen Zug Mitch Riesen an der Bande stehen wird.

      Ausserdem hat Patrick Fischer sein Team für den Lucerne Cup vom 11.-14.12 zusammengestellt. Von Davos ist nur Büehli dabei. Die anderen Spieler haben ja dann Zeit neue Verträge zu unterschreiben. :D

      GlarnerSüd89 schrieb:

      der HCD dieses wochenende also noch mit Riesen. man könnte dies auch so interpretieren, der wunschkandidat ist O'Leary, die einigung erfolgt aber erst nächste wochen, nach den Spielen gegen den EVZ.... ist nur mein gedanke, keine facts oder insider-info.


      Wer sagt denn, dass Oleary der Wunschkandidat ist. Sind das nur wilde Gerüchte oder Interpretationen von Forum Usern oder ist da mehr dran?
      Gemäss NZZ stehe O‘Leary auf der Kandidatenliste des HCD; der EVZ wolle diesem aber keine Freigabe erteilen. Dies werde in Davos als stillos empfunden, da man bei Simion seitens HCD einem Wechsel aus einem laufenden Vertrag heraus zum EVZ zugestimmt habe, ohne Zicken zu machen.

      nzz.ch/sport/trainersuche-des-…r-jason-oleary-ld.1441834


      Genau hier hat der neue Sportchef beim HCD hoffentlich eine weniger soziale Ader als Arno wie jetzt im Fall Simion oder im Fall Albrecht wo er meinte er wolle nicht Langnau schaden. Der HCD MUSS, wenn er 100 Jahre und mehr als Proficlub existieren will, egoistischer werden. Nicht nur bei der SC Frage.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Bono“ ()

      Das ist genau so, Bono. Der HCD ist einfach zu lieb. Nun hat der HCD die Quittung dafür bekommen. Aber aus Schaden wird man (hoffentlich) Klug. Das nächste mal, wenn ein Spieler zum EVZ wechseln will, dann einfach auf die Ablöse bestehen, auf Biegen und Brechen.

      Was O'Leary betrifft: Sollte das Interesse wirklich vorhanden sein, ist der Vertrag mit dem EVZ hoffentlich kein Hinderungsgrund für den HCD O'Leary zu verpflichten. Schlimmstenfalls, versucht man halt diese Saison mit Riesen durchzustieren, oder bezahlt halt den Obolus an den EVZ und verpflichtet O'Leary noch diese Saison. Dies käme den HCD wahrscheinlich günstiger zu stehen, als Jahre des Misserfolgs und viele Trainerwechsel.

      Aber eben, die NZZ schreibt selbst, dass nicht bekannt sei, wie gross das Interesse an O'Leary tatsächlich sei. Und nicht zuletzt muss ja auch O'Leary noch wechseln wollen...
      27.11.2018 - Eine Ära geht zu Ende!
      Ich denke wenn O' Leary wirklich weg will dann lässt man ihn ziehen gegen Ablösesumme. Verträge sind nun mal Verträge...
      Einem Trainer die Möglichkeit auf einen NL zu verwehren wäre dann schon ziemlich übel. Aber wer weiss...
      vielleicht wollen sie ihn ja selber. Der jetzige Trainer und der EVZ sind beide nicht bekannt für grosse Playofferfolge.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Bono“ ()

      Bono schrieb:

      Ich denke wenn O' Leary wirklich weg will dann lässt man ihn ziehen gegen Ablösesumme. Verträge sind nun mal Verträge...


      Diese Ablösesumme könnte man dann in der HCD-Buchhaltung im Konto "Lehrgeld" buchen: Nie wieder einen Spieler aus einem laufenden Vertrag gratis ziehen lassen, denn gedankt wird's dir sowieso nicht.

      Das mit der Ablöse hat Kläy ja bestätigt. Wie stünde es eigentlich rein rechtlich, wenn O'Leary einfach gehen würde und beim HCD unterschreiben würde (Vertragsbruch)? Wenn ich mich recht erinnere kann ein Arbeitgeber dann höchstens den Betrag in der Höhe verlangen wie die Lohnzahlungen bis zum Vertragsende (Option auf Vertragsauflösung im Sommer) betragen würde: Wenn O'Leary sagen wir bis Ende April angestellt ist, könnte der EVZ höchstens eine Zahlung in Höhe der Monatsgehälter Januar-April 2019 (plus Dezember 2018 anteilsmässig) verlangen.

      Dies wäre zwar zugegebenermassen ein A-Loch verhalten von O'Leary und dem HCD, aber eben: Der HCD muss lernen Feuer mit Feuer zu bekämpfen!

      Aber auch hier beziehe ich mich natürlich einzig und allein auf den NZZ-Artikel. Wie hoch das Interesse beiderseits wirklich ist, weiss ich auch nicht.

      P.S: Wäre irgendwie geil, wenn am Sonntag plötzlich O'Leary an der HCD-Bande stehen würde und der EVZ weiss nichts davon ^^
      27.11.2018 - Eine Ära geht zu Ende!

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