HCD News

      kann jemand diesen Artikel aus der gestrigen(?) Südostschweiz ins Forum stellen?

      Zeugnisse nach der Renaissance

      Ein Quartett als Überflieger und vier Spieler, die die Erwartungen nicht erfüllen konnten. Das sind die Noten für die Spieler des HC Davos nach einer Saison, die noch lange in den Köpfen bleiben wird.
      Zeugnis nach der RenaissanceEin Quartett als Überflieger und vier Spieler, die die Erwartungen nicht erfüllen konnten. Das sind die Noten für die Spieler des HC Davos nach einer Saison, die noch lange in den Köpfen bleiben wird.
      von Roman Michel

      Plötzlich sprachen alle nur noch vom Coronavirus. Von der Meisterschaft, die abgebrochen werden musste. Von der Frage nach einem Meister. Von den finanziellen Konsequenzen. Dass der HC Davos seine sportliche Auferstehung feierte, ging dabei beinahe unter. Rang 3 nach der Qualifikation, der Cupfinal – die starken Leistungen zeigen sich auch im Zeugnis. Und doch konnten nicht alle die Erwartungen erfüllen.

      SEHR GUTAndres Ambühl (46 Spiele /11 Tore /23 Assists)

      Ein Beweis, dass das Alter nur eine Zahl ist? Voilà. Hatte zu Beginn des neuen Jahres einen Lauf, als er in sechs Spielen in Folge mindestens einmal traf. Der Captain ist auch mit 36 Jahren eine unverzichtbare Leaderfigur, ein nimmermüder Vorkämpfer, der auch dann da ist, wenn es dem Team nicht läuft. Fast schon nebenbei bestritt Ambühl sein 1000. Spiel in der National League. «Ganz hübsch.»

      Benjamin Baumgartner (37/7/20)

      Es gibt immer wieder Junge, die wie eine Sternschnuppe in den Himmel schiessen, bald aber wieder erlöschen. Und es gibt Benjamin Baumgartner. Mit seinen flinken Händen erinnert der 19-Jährige an Enzo Corvi, nur ist er im Abschluss noch cooler. Auf der Centerposition kommen seine Qualitäten noch besser zur Geltung als auf dem Flügel. Er wird dem HCD noch viel Freude bereiten – wenn er nicht sein Glück in Übersee sucht.

      Mattias Tedenby (48/18/19)

      Sein Penaltytor gegen Ambri darf in keinem Saisonrückblick fehlen. Neben dem Eis ruhig und besonnen, ist er auf dem Eis ein Energiebündel und mit seinem Speed prädestiniert für die Schweizer Liga. Dass es ihn in die KHL zieht, ist verständlich – für den HCD aber ein herber Verlust.

      Perttu Lindgren (48/12/28)

      Vor zwei Jahren musste man Angst um seine Karriere haben. Nun erinnert der Finne wieder an seine besten Zeiten in der National League. Hat nicht nur ein exzellentes Auge, sondern auch einen richtig guten Abschluss. Bleibt er gesund, ist er einer der besten Center der Liga.

      GUTSandro Aeschlimann (91,12 Prozent Fangquote)

      In Zug war er im Vorjahr der wohl beste Ersatzgoalie der Liga. Beim HCD machte er den nächsten Schritt und bewies seine Klasse als Partner von Joren van Pottelberghe. Was ihm teilweise noch fehlt, ist die Konstanz. Auch darum wird er in der kommenden Saison hinter Rober Mayer wieder ins zweite Glied rücken müssen.

      Joren van Pottelberghe (91,64 Prozent)

      Just nach der Pleite im Cupfinal gegen Ajoie (3:7, mit Aeschlimann im Tor) hatte der 22-Jährige seine beste Phase, als er dreimal in Folge im Tor stand und immer als Sieger vom Eis ging. Wirkte überlegter, selbstbewusster und reifer als noch vor einem Jahr. Hat sich die Chance verdient, in Biel erstmals die klare Nummer 1 zu sein.

      Félicien Du Bois (41, 7, 14)

      Offensiv war der Verteidiger so produktiv wie noch nie in Davos. Sieben Tore in einer Saison gelangen ihm erst einmal in seiner Karriere. Defensiv unspektakulär, aber meist zuverlässig. Schon nur aufgrund seiner Erfahrung ein wichtiges Element.

      Sven Jung (50/7/10)

      Der einzige Verteidiger, der in jedem Spiel auf dem Eis stand. Hat seine Bestmarke in Sachen Skorerpunkte mehr als verdoppelt. Vor allem aber kassierte der 25-Jährige weniger Strafen als noch in der Vorsaison.

      Magnus Nygren (26/3/11)

      Schon nur seine Präsenz tut dem Team gut. War trotz seiner Verletzung im Herbst bei jedem Training, jedem Spiel dabei. Brauchte auf dem Eis nach seiner Rückkehr einige Wochen, um in den Rhythmus zu kommen. Gegen Ende der Qualifikation war der Schwerarbeiter (24:29 Minuten pro Spiel) defensiv aber gewohnt solid, offensiv hatte er nicht dieselbe Wirkung wie vor einem Jahr.

      Otso Rantakari (30/9/13)

      Seine Verpflichtung als Notnagel für Nygren kurz vor dem Saisonstart war ein Risiko. Doch Rantakari erwies sich als Glücksgriff. Kein Verteidiger in der Liga traf öfters. Weil er in seinem Spielstil stark an Nygren erinnert, kam er nach dessen Rückkehr kaum mehr zum Einsatz und wurde zwischenzeitlich nach Biel ausgeliehen. Eigentlich schade.

      Marc Aeschlimann (50/2/3)

      Ein Kämpfer durch und durch. Bestritt als einziger Stürmer neben Fabrice Herzog sämtliche Ligaspiele. Als Center der vierten Linie hat er endlich die Rolle, die er unter Arno Del Curto nie gefunden hat. Nur Ambühl und Herzog kamen im Boxplay öfters zum Einsatz als der 24-Jährige.

      Enzo Corvi (39/5/26)

      Nach seiner Seuchensaison mit körperlichen Problemen und Transfergerüchten, die ihn sichtlich gehemmt hatten, ist der 27-Jährige kaum wiederzuerkennen. Sein Auge ist fast so gut wie jenes von Lindgren. Dürfte egoistischer sein. Fünf Tore sind für einen Spieler seiner Klasse zu wenig.

      Yannick Frehner (48/2/4)

      Ein Stürmer, wie ihn jeder Trainer gern hat. Ist da, wenn es ihn braucht und ist sich auch nicht zu schade, die «Drecksarbeit» zu erledigen. Kein Mann fürs Spektakel, aber ein fleissiger Arbeiter – auch wenn er phasenweise noch etwas ungestüm wirkt.

      Fabrice Herzog (50/14/17)

      Es gibt Partien, da fragt man sich, ob er überhaupt im Line-up steht. Und es gibt Partien, da zeigt er, warum er einst als NHL-Hoffnung galt. So scheu der 25-Jährige neben dem Eis ist, so selbstbewusst tritt er auf dem Eis auf. Mit 14 Toren der beste Schweizer Torschütze im Team.

      Luca Hischier (36/8/10)

      Der 25-Jährige hat nach seiner zweimonatigen Verletzungspause im Herbst den Anschluss erstaunlich schnell wiedergefunden. Mit 18 Skorerpunkten so produktiv wie noch nie in seiner Karriere.

      Aaron Palushaj (40/20/15)

      Der beste Torschütze im Team brauchte acht Spiele, um in Fahrt zu kommen – auch weil er sich zu Beginn der Saison mit Ellbogenproblemen herumschlagen musste. Das Spiel in der Schweiz ist wie auf den schnellen und abschlussstarken US-albanischen Stürmer zugeschnitten. Die Hälfte seiner 20 Treffer hat er im Powerplay rund um den linken Bullykreis erzielt.

      Marc Wieser (41/13/11)

      Hinter Herzog der zweitbeste Schweizer Torschütze im Team. Emsig wie eh und je, dazu deutlich disziplinierter als in der vergangenen Saison.

      GENÜGENDDavyd Barandun (21/8/2)

      Kam zu Beginn der Saison, als alle Verteidiger fit waren, kaum zum Einsatz. In der zweiten Saisonhälfte zeigte der 20-Jährige, dass er ein Versprechen für die Zukunft ist.

      Samuel Guerra (47/1/8)

      Der Verteidiger brauchte eine Weile, bis er sich an seine im Vergleich zum Vorjahr (19 Skorerpunkte für Ambri) deutlich defensivere Rolle gewöhnt hatte. Auch, weil er sich zu Beginn der Saison zu stark unter Druck setzte. Steigerte sich im Lauf der Saison und übernahm nach dem Ausfall von Claude Paschoud viel Verantwortung.

      Oliver Heinen (16/1/1)

      Wie Barandun ein Versprechen für die Zukunft. Kam in dieser Saison zu seinem Tordebüt in der National League.

      Lorenz Kienzle (50/0/4)

      Der Gute-Laune-Macher in der Kabine. Hat seine Rolle als Verteidiger Nummer 7 akzeptiert und gefiel mit seiner Stabilität und seiner Zuverlässigkeit, auch wenn er spielerisch seine Limiten hat. Spürt aber den Atem der Jungen wie Heinen oder Barandun im Rücken. Sein Vorteil: Er kann auch als Flügel eingesetzt werden.

      Lukas Stoop (43/5/4)

      Endlich eine Saison ohne Verletzungssorgen für den 30-jährigen Verteidiger. Er profitierte vom neuen System in der Defensive und gefiel mit seinen Spielauslösungen. Hat teilweise Mühe, das Spiel zu lesen und neue Situationen zu erfassen.

      Chris Egli (26/3/1)

      Der Abstecher nach Ambri hat dem 23-Jährigen gut getan. Erhielt im Tessin viel Eiszeit und Verantwortung und konnte den Schwung mit nach Davos nehmen. Über die Mitläufer-Rolle kommt er aber noch nicht heraus.

      Tino Kessler (25/3/3)

      Der Trainingsweltmeister beim HCD. Vor drei Jahren von Arno Del Curto hochgelobt, ist er zu wenig konstant in seinen Leistungen. Dass er in Biel nächste Saison einen Schritt macht, ist dem 23-Jährigen durchaus zuzutrauen. Wer weiss: Vielleicht wird aus dem Stürmer gar ein zweiter Marc Wieser?

      UNGENÜGENDThierry Bader (26/1/3)

      An der Arbeit nach hinten gibt es nichts auszusetzen. Stark im Backchecking und an der Bande. Aber für einen Stürmer schlicht zu wenig produktiv. Unter Druck wirkt er oft hastig. Dann fehlt die Qualität beim letzten Pass oder beim Abschluss. Bleibt zu hoffen, dass er in Bern glücklich wird.

      Nando Eggenberger (20/0/0)

      Als Hoffnungsträger kehrte der ehemalige Draft-Kandidat aus Nordamerika zurück und wurde sogleich zum Assistenzcaptain gemacht. Die (zu) hohen Erwartungen konnte der 20-Jährige nicht erfüllen – auch weil er zu viel von sich selbst erwartete. Auch der Wechsel nach Rapperswil-Jona war nicht die erwünschte Befreiung.

      Dario Meyer (25/2/4)

      Eine Saison zum Vergessen für den Stürmer, der im Vorjahr (9 Tore) einer der wenigen Lichtblicke war. Erst verletzt, tat er sich schwer, seine Rolle zu finden – auch weil er zwischenzeitlich an den EVZ ausgeliehen wurde und in Davos kaum Eiszeit erhielt. Der Sommer ist für ihn ein Neuanfang.

      Dino Wieser (19/0/0)

      Machte nur 19 Spiele, dann setzte ihn (einmal mehr) eine Hirnerschütterung ausser Gefecht. Sein Einfluss wird immer kleiner. Findet er nochmals zu seiner Form zurück?

      Nicht bewertet wurden Spieler mit weniger als 15 Einsätzen: Dominic Buchli, Jesse Mankinen, Jannik Canova, Tim Lutz und Jerome Portmann.

      jump schrieb:

      Auf Srf kann man abstimmen welches Meisterspiel am Donnerstagabend ausgetragen wird. LugaNo vs. Bern 2004 oder Kloten vs. Davos 2009.
      Würde mich freuen das Meisterspiel 2009 wieder mal zu sehen.

      Link?
      Nur wer ständig die Wahrheit sagt, braucht sich keine Gedanken darüber zu machen, was er gesagt hat.

      Fanatiker sind keine freien Menschen, sie sind Untertanen ihrer eigenen Überzeugung!

      Es gibt keine dumme Menschen, es gibt nur solche, die etwas Pech beim denken haben!

      Fan since 1979
      Stimmt alle ab! Die SCB Fans haben wohl alles in die Waagschale geworfen die Abstimmung zu gewinnen. Gestern Abend waren noch 63% für das Spiel Kloten-Davos, aktuell sind es "nur" noch 51%. Also stimmt ab und aktiviert auch weitere Leute die ihr kennt für das Spiel Kloten-Davos abzustimmen!

      Die Abstimmung dauert noch rund 9 Stunden. Geben wir alles, damit am kommendem Donnerstag die einzig wahre Partie Kloten-Davos von 2009 gezeigt wird!

      facebook.com/126546190703867/posts/3985435824814865/?d=n
      Zitat Aaron Palushaj: "Sie kennen doch diese kleine, schwarze Gummischeibe, mit der wir spielen. Manchmal will sie über die Torlinie, manchmal nicht."

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „7270“ ()

      Aaaaäa....kann man echt nur über Facebook abstimmen ??!
      Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren.
      Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war. (Bertolt Brecht)
      Besserwisser, das sind die Klugscheisser unter den Dummköpfen.( Gerhard Uhlenbruck)
      Denk daran, dass schweigen manchmal die beste Antwort ist. (Dalai Lama)

      GoGoHCD schrieb:

      Aaaaäa....kann man echt nur über Facebook abstimmen ??!

      Leider ja
      Nur wer ständig die Wahrheit sagt, braucht sich keine Gedanken darüber zu machen, was er gesagt hat.

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      Es gibt keine dumme Menschen, es gibt nur solche, die etwas Pech beim denken haben!

      Fan since 1979
      Wir haben gewonnen! Am Donnerstag, 26.03.2020 wird die Playoffpartie 7 Kloten-Davos aus dem Jahre 2009 gezeigt. Freuen wir uns auf dieses Spiel und schwelgen in schönsten Erinnerungen an eine glorreiche Zeit!

      Danke an alle, die für dieses tolle Resultat gesorgt haben. Die Partie Kloten-Davos gewann übrigens mit 286 Vorsprung auf die Partie Lugano-Bern aus dem Jahre 2004. Insgesamt haben 11912 Personen teilgenommen.
      Zitat Aaron Palushaj: "Sie kennen doch diese kleine, schwarze Gummischeibe, mit der wir spielen. Manchmal will sie über die Torlinie, manchmal nicht."

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „7270“ ()

      #94 schrieb:

      Persbestli schrieb:

      #94 schrieb:

      neandertaler schrieb:

      Persbestli schrieb:

      Auch ich habe keine Minute an eine Rückerstattung gedacht. Ich habe auch "nur" eine Saisonkarte für den Stehplatz.

      So oder so werde ich wieder eine Saisonkarte für die nächste Saison bestellen. Ob mit oder ohne Virus.


      apropos Rückerstattung: Hat Domenig eigentlich einen neuen Hallensponsor?
      oder wird der im November 19 verkündete noch montiert?

      Das hab ich mich auch schon gefragt. Am Stadion war bisher ja nie irgendwas zu sehen...


      Die warten doch bis der Umbau komplett abgeschlossen ist.

      Nun, zumindest im Norden und Süden wäre man ja fertig und hätte da die ersten Beschriftungen anbringen können.
      Wäre ja noch speziell, wenn bereits jetzt Geld fliesst, die Beschriftung aber 1 Jahr weniger lang als Vertragslaufzeit am Stadion ersichtlich ist.


      Würde das bedeuten, dass man das Geld dann zurück zahlen muss?

      Neu

      Ein bisschen ruhig hier, dafür dass heute Abend das 7. Finalspiel zwischen Kloten und Davos (SRF 2, 20:10 Uhr) stattfindet. Und wisst ihr was? Ich hab ein gutes Gefühl ;) Hopp HCD, holen wir den Meistertitel! :D
      Zitat Aaron Palushaj: "Sie kennen doch diese kleine, schwarze Gummischeibe, mit der wir spielen. Manchmal will sie über die Torlinie, manchmal nicht."