HCD News

      YESSSSSSSSS!! :D

      Gaaaanz sicher schon Geld für "blöderes" ausgegeben...... ;)
      Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren.
      Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war. (Bertolt Brecht)
      Besserwisser, das sind die Klugscheisser unter den Dummköpfen.(Gerhard Uhlenbruck)
      Denk daran, dass schweigen manchmal die beste Antwort ist. (Dalai Lama)
      Beleidigungen sind die Argumente jener, die über keine Argumente verfügen. (Jean-Jacques Rousseau)
      Artikel aus der NZZ am Sonntag

      Der Eishockey-Rekordmeister Davos liegt auf dem Sterbebett

      Corona trifft den HC Davos doppelt. Neben den Zuschauern fehlen auch die Einnahmen aus dem Spengler-Cup. Der Traditionsklub kämpft um die Existenz.

      Davos rüstet sich für einen Winter, der sein wird wie keiner zuvor. Das Coronavirus hat auch das Landwassertal fest im Griff: Es wird kaum ausländische Gäste geben. Das Weltwirtschaftsforum fällt aus. Und auch der Spengler-Cup findet in diesem Jahr nicht statt – erst zum fünften Mal, seit das Turnier 1923 erstmals ausgetragen wurde.

      Marc Gianola sagt, es sei ein himmeltrauriges Gefühl gewesen, als sich das Organisationskomitee Anfang Oktober zur Absage des Turniers durchgerungen habe. «Bis vor kurzem war ein solcher Schritt für uns noch unvorstellbar gewesen. Doch nach der Beurteilung der Lage gab es keine Alternative. Das wirtschaftliche Risiko wäre zu gross gewesen.»

      «Katastrophaler Umsatzrückgang»

      Wenige sind prädestinierter als er, nachzuvollziehen, was die Absage des Spengler-Cups für den HCD bedeutet. 17 Jahre lang hatte Gianola das Dress des HCD getragen, ehe er ins Management des Klubs wechselte. Heute ist er der Geschäftsführer und damit verantwortlich für die Umsetzung der wirtschaftlichen Vorgaben des Verwaltungsrats. Doch wie es sich als Spieler anfühlt, das Turnier zu bestreiten, hat er bis heute nicht vergessen. «Für uns war die Woche zwischen Weihnachten und Neujahr jeweils ein Höhepunkt in der Saison.»

      Dieser Höhepunkt fällt nun weg. Doch für den HCD ist der Ausfall des Turniers mehr als nur ein emotionaler Schlag. Der Spengler-Cup ist der Lebensnerv, mit dem der Klub den Standortnachteil gegenüber der Konkurrenz aus dem Unterland ausgleicht. 2,5 Millionen Franken Reingewinn sind gemäss dem Geschäftsbericht in der vergangenen Saison in die Kasse geflossen.

      Auch weil der Spengler-Cup ausfällt, spricht der Präsident Gaudenz Domenig von einem «katastrophalen Umsatzrückgang», den der HCD zu verkraften habe. «Statt 29 Millionen rechnen wir in dieser Saison noch mit Einnahmen zwischen 11 und 12 Millionen Franken. Und das bei praktisch gleichbleibendem Aufwand.»

      Schon jetzt ist klar: Der HCD wird von der Bundeshilfe Gebrauch machen müssen. Zusammen mit dem Eigenkapital müsste diese reichen, um die Saison zu Ende zu spielen. «Dann aber sind die Reserven aufgebraucht», sagt Domenig.

      Die existenzielle Krise trifft den Klub unmittelbar vor seinem grossen Jubiläum. 2021 feiert der HCD den 100. Geburtstag. Der Klub hat in dieser Zeit schon mehrere Krisen durchlitten. Zweimal stieg er ab. Anfang der 2000er Jahre, als die Arbeit des Trainers Arno Del Curto sportlich gerade Früchte zu tragen begann, gefährdeten 3,6 Millionen Franken Schulden seine Existenz ein erstes Mal. Domenig gehörte damals wie der heutige Davoser Landammann Tarzisius Caviezel zur Task-Force, die dem Klub wieder auf die Beine half.

      Caviezel sagt: «Die Bedeutung des HCD für die Region ist riesengross, und das hat vor allem auch mit dem Spengler-Cup zu tun.» Der Klub und das Turnier sind ein Markenzeichen für die ganze Tourismusregion, majestätisch und erhaben wie die Weissfluh, hip und weltoffen wie das Jakobshorn.

      Dank den Wintersporttouristen strahlt der Glanz des HCD bis nach Deutschland und Kanada aus. Zwei Drittel der Zuschauer nehmen eine Anreise von über einer Stunde in Kauf, um seine Heimspiele zu sehen. Die grösste Fanklub-Sektion stammt aus dem Fricktal.

      Im HCD kulminieren Ferien- und Kindheitserinnerungen. Tausende von Eishockeyanhängern sind in der Altjahrswoche vor dem Fernseher für den Sport sozialisiert worden. Der HCD ist Sympathieträger und Markenzeichen für die Region zugleich. Doch wie gross seine wirtschaftliche Bedeutung ist, ist weniger klar. Landammann Caviezel sagt: «Wir wissen, dass das WEF jährlich rund 60 Millionen Franken zu unserer Wertschöpfung beiträgt. Zum HCD gibt es meines Wissens keine solchen Untersuchungen.»
      Der HCD ist der sportliche Stolz der Region. Doch die Beziehung zwischen der Bevölkerung und ihrem Klub hat sich in den letzten Jahren der Ära Del Curto abgenutzt. Der eine oder andere Personalentscheid des charismatischen Trainers wurde am Stammtisch nur schwer goutiert. Obwohl Del Curto 22 Jahre an der Bande stand, blieb er als Engadiner im Landwassertal immer ein wenig ein Aussenseiter. Solange er Erfolg hatte, spielte das keine Rolle. Doch als der ausblieb, formierte sich auch die Kritik.

      Die vergangene Saison war deshalb ein Neustart. Die neue sportliche Führung mit dem Sportchef Raeto Raffainer und dem Trainer Christian Wohlwend übertraf mit einem markant verjüngten Team die Erwartung des erfolgsverwöhnten Publikums, ehe Corona die Meisterschaft stoppte. Und seither ist alles anders. Raffainer sagt: «Als ich vor einem Jahr nach Davos kam, wurde ich Sportchef einer privilegierten Organisation. Wir haben ein neues Stadion, ein junges, aufregendes Team. Corona zwingt uns mehrere Schritte zurück.»

      Plötzlich spricht man in Davos wieder mehr von der wirtschaftlichen Situation als von den Leistungen auf dem Eis. Die angespannte Lage wird durch einen Streit mit dem Sponsor Peter Buser akzentuiert. Der Solothurner strebte eine Kulturpartnerschaft mit dem HCD an und wollte im Gegenzug über sieben Jahre 11,8 Millionen Franken in den Klub investieren. Doch schon nach einer Saison eskalierte das Verhältnis zum streitbaren und umstrittenen Buser. Seither verkehren die Parteien nur noch über Anwälte miteinander.

      Deshalb muss der HCD nun sparen. Wie die meisten Ligakonkurrenten auch hat er den Spielern für diese Saison einen Lohnverzicht abgerungen. Ab einem Salär von 48 000 Franken muss sich jeder Angestellte des HCD beteiligen. Die Höhe des Lohnverzichts beträgt zwischen 5 und 25 Prozent. Als Gegenleistung für ihre Verzichtbereitschaft verlangten die Spieler, über einen unabhängigen Buchprüfer Einblick in die Bilanzen zu erhalten. Noch ist dieser nicht bestimmt.

      Domenig sagt, er habe nichts gegen diese Forderung einzuwenden. Der HCD ist in finanzieller Hinsicht im Vergleich mit anderen Klubs schon fast vorbildlich transparent. Im Geschäftsbericht ist nachzulesen, dass die Lohnkosten für die Spieler in der vergangenen Saison 9 606 573 Franken betragen haben. Ausgehend von einem 30 Spieler starken Kader ergibt das einen Durchschnittslohn von 320 000 Franken pro Saison. Damit ist der HCD zwar nur die Nummer sechs in der Liga, und doch sind solche Zahlen in der aktuellen Situation eine Hypothek.

      Auf die Grosszügigkeit der Gemeinde jedenfalls darf er nicht hoffen. Der Landammann Caviezel, selber einmal HCD-Präsident, sagt, der Gemeinde Davos gehe es sehr gut. «Das bedeutet aber nicht, dass wir den HCD deswegen privilegiert behandeln und mehr unterstützen können als andere. Die Gemeinde hat eben erst 25,5 Millionen Franken in den Umbau der Eishalle investiert.»

      Gaudenz Domenig, im Berufsleben ein angesehener Wirtschaftsanwalt, hat es sich zum Ziel gesetzt, den Lohnwahnsinn im Schweizer Eishockey zu stoppen. Wahrscheinlich noch in diesem Herbst werden die Klubs einen Salary-Cap beschliessen, der die Lohnkosten plafoniert. Wer diese Summe überschreitet, muss eine Luxussteuer zugunsten seiner Konkurrenten bezahlen. Aus rechtlichen Gründen nennt sich das Ganze «Financial Fairplay».

      Kosten unter Kontrolle bringen

      Domenig sagt: «Wir müssen die ausufernden Kosten unter Kontrolle bringen. Corona hat das wirtschaftliche Gefälle innerhalb der Liga noch verstärkt.» Ganz klar: Er bangt um die sportliche Konkurrenzfähigkeit seines Klubs, der als Rekord-Schweizer-Meister mehr oder weniger zum Erfolg verpflichtet ist. Im Gegensatz zu Ambri-Piotta oder den SCL Tigers wird Sympathie und Loyalität allein den HCD nicht am Leben erhalten.

      Der Sportchef Raffainer muss die Lohnkosten der Spieler auf die kommende Saison um 1,2 Millionen Franken senken. Entgegen kommt ihm dabei, dass nicht weniger als 17 Spielerverträge auslaufen. Das gibt ihm Spielraum. Doch ohne Substanzverlust wird es trotzdem kaum gehen. Es sind keine einfachen Zeiten für den HCD – nicht nur, weil er in diesem Jahr nicht Spengler-Cup feiern darf.

      philippe88 schrieb:

      Der Eishockey-Rekordmeister Davos liegt auf dem Sterbebett


      Den Titel finde ich zu übertrieben. Der HCD ist sicherlich nicht in einer vorzüglichen Lage, dies aber gleich mit dem Sterbebett zu vergleichen ist nicht ok. Klar ist, dass auf den HCD und uns Fans eine harte Zeit kommen wird. Das sportliche tritt ganz klar in den Hintergrund und das wirtschftliche Überleben steht nun an erster Stelle. Da ist eine 2-5 Niederlage gegen Genf wie die von gestern eigentlich kalter Kaffee.
      Du muss die Tschegg fördig maken

      Persbestli schrieb:

      Da ist eine 2-5 Niederlage gegen Genf wie die von gestern eigentlich kalter Kaffee.

      Macht es aber sicher nicht einfacher, potente Sponsoren zu akquirieren.....
      Nur wer ständig die Wahrheit sagt, braucht sich keine Gedanken darüber zu machen, was er gesagt hat.

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