HCD News

      Persbestli schrieb:

      philippe88 schrieb:

      Der Eishockey-Rekordmeister Davos liegt auf dem Sterbebett


      Den Titel finde ich zu übertrieben. Der HCD ist sicherlich nicht in einer vorzüglichen Lage, dies aber gleich mit dem Sterbebett zu vergleichen ist nicht ok. Klar ist, dass auf den HCD und uns Fans eine harte Zeit kommen wird. Das sportliche tritt ganz klar in den Hintergrund und das wirtschftliche Überleben steht nun an erster Stelle. Da ist eine 2-5 Niederlage gegen Genf wie die von gestern eigentlich kalter Kaffee.

      Der Titel mag überspitzt sein, doch eigentlich ist er sehr zutreffend.
      Was, wenn auch der Spengler Cup im 2021 nicht stattfinden kann? Möchte nicht schwarz malen, aber ich glaube, wir können nicht davon ausgehen, dass nach dieser Saison alles wieder wie gehabt sein wird. und dann liegt der HCD tatsächlich auf dem Sterbebett.

      Die vielen auslaufenden Verträge geben die Möglichkeit, die Lohnkosten etwas nach unten zu korrigieren - aber, ohne Substanzverlust wird das nicht gehen. Und Auftritte wie gestern helfen nicht unbedingt, aufstrebende Talente nach Davos zu locken - ganz zu schweigen von Sponsoren.
      Sterbebett finde ich jetzt auch ein bisschen übertrieben.Diese Diese Saison werden wohl alle Vereine irgendwie überleben.Was mehr Sorgen macht ist,was ist wenn nächste Saison immer noch keine oder nur eine beschränkte Anzahl Zuschauer zugelassen werden?Wieder kein SC stattfinden kann?
      Um Lohnkürzungen kommen wohl die meisten anderen Vereine nicht drummherum,selbst der EVZ nicht habe ich heute gelesen.
      Vor allem diejenigen die immer alle Massnahmen vom Bundesrat und BAG verteidigt haben,sollen sich mal Gedanken machen zu was das schlussendlich führen könnte.
      Ob die Gemeinde jetzt einen auf 3 Affen 'nichts hören-nichts sehen-nichts sagen' machen kann ist eine andere Frage. Was nützt der Gemeinde ein top renomiertes Stadion ohne Verein? Eine 'Ruine' wie ehemalige olympische Spielstätte der Neuzeit? Für was will man diese Arena sonst nutzen? Flohmarkt im Mai oder Schwingfest Untrunkhalle oder Viehschau? Damit ist niemandem geholfen. Die Arbeitsplätze welcher der Verein der Gemeinde bietet z.B...
      Im allerschlimmsten Fall müsste man in die Swiss League runter, dort wo die Kosten noch überschaubarer sind.
      In Arosa dachten sie vor 35 Jahren auch, dass man einfach mal runter kann. Der Verein hat seither bis zur Zeit als Fetscherin kam seine Identität verloren. Und in der Gemeinde jammerte man jahrzehntelang über den fehlenden Werbeträger.

      Bono schrieb:

      Ob die Gemeinde jetzt einen auf 3 Affen 'nichts hören-nichts sehen-nichts sagen' machen kann ist eine andere Frage.


      Man darf aber nicht vergessen, dass die Gemeinde bereits einen grossen Beitrag an den Umbau der Halle beigesteuert hat. Ich bin überzeugt, dass Tarzisius Caviezels Herz gelb/blau ist. Und dass er sich auch als Landammann für den HCD einsetzt. Aber in Davos gibts noch viele andere Betriebe, für die die Zukunft im Moment sehr ungewiss ist und die dann vielleicht auch unterstützt werden müssen.
      Du muss die Tschegg fördig maken

      #94 schrieb:

      Was, wenn auch der Spengler Cup im 2021 nicht stattfinden kann? Möchte nicht schwarz malen, aber ich glaube, wir können nicht davon ausgehen, dass nach dieser Saison alles wieder wie gehabt sein wird. und dann liegt der HCD tatsächlich auf dem Sterbebett.


      Ja, ohne SC 2021 wirds wohl definitiv ganz eng werden. Diese eine Saison wird man überstehen können. Dies werden wohl auch die meisten Vereine schaffen. Irgendwann muss man dann aber wieder mehr oder weniger zu einer "Normalität" mit Zuschauern zurückfinden. Denn sonst liegt nicht nur der HCD auf dem Sterbebett, sondern wahrscheinlich 3/4 der NLA-Team.
      Du muss die Tschegg fördig maken
      Also bei der Gemeinde wäre ich jetzt auch vorsichtig mit irgendwelchen Forderungen oder Vorwürfen. Die Gemeinde hat zudem noch ganz andere Unternehmen und Aufgaben die ebenfalls viel Geld kosten. Zudem bin ich überzeugt, dass der Gemeinde der Stellenwert des HCD's in und für Davos bewusst ist, da braucht man nur das wuchtige Ja (und wuchtig ist noch untertrieben) zum Hallenumbau anzuschauen. 85 %(!!) sind ein Votum, was an Deutlichkeit kaum zu überbieten ist, oder wie es Domenig augenzwinkernd sagte, dass ist schon fast ein nordkoreanisches Abstimmungsresultat. Ich bin auch überzeugt, dass die Gemeinde den HCD in irgendeiner Form finanziell unterstützen wird, aber die Gemeinde wird sicherlich dem HCD (zurecht) nahe legen, dass er zuerst alle anderen Massnahmen ausschöpfen muss und nicht einfach bei der Gemeinde die hohle Hand machen soll. Wenn der HCD alle Bemühungen unternommen hat um an Geld zu kommen und diese Bemühungen der Gemeinde vorweisen kann dann wird die Gemeinde schon noch mit einem Betrag einspringen, ansonsten einfach mal das klare Votum zum Hallenumbau vorführen.

      Zur finanziellen Lage: Ganz anders als im 2003 bei der letzten grossen Finanzkrise beim HCD ist, dass dieses Jahr die ganze Liga betroffen ist, dies ist ein nicht zu unterschätzender Faktor. Denn dadurch muss sich die ganze Liga bewegen, in der ganzen Liga (bis auf ein, zwei Ausnahmen) müssen alle brutal auf das finanzielle Bremspedal drücken, evtl. kommt wirklich der Salary Cap zustande. Wenn z.B. 10 von 12 Klubs dafür sind, dann kann Zahner täubelen wie aktuell der Kindergarten-Trump, es ändert nichts an der Tatsache, dass in einer Demokratie die Mehrheit entscheidet was Sache ist. Ich hoffe einfach, die grosse Mehrheit erkennt den Ernst der Lage (wenn nicht jetzt, wann dann?) lässt sich nicht von Zahner über's Ohr hauen und führt endlich diesen Salary Cap ein.

      Es ist sicherlich berechtigt wenn man sich Gedanken zur finanziellen Lage macht, aber aus oben genannten Gründen (v.a. ganze Liga betroffen und das klare Votum der Davoser Bevölkerung beim Hallenumbau im Hinblick auf mögliche finanzielle Unterstützung durch die Gemeinde), finde ich den Ausdruck "Sterbebett" auch etwas übertrieben. Anders sieht es aus, wenn es in der Saison 21/22 nochmals zu drastischen Einschränkungen kommen sollte.
      Zitat Aaron Palushaj: "Sie kennen doch diese kleine, schwarze Gummischeibe, mit der wir spielen. Manchmal will sie über die Torlinie, manchmal nicht."
      Man soll immer alles positiv sehen: 17 auslaufende Verträge sind auch eine Chance.
      Es heisst, dass jeder einzelne sich in jedem Spiel zerreissen müsste und sich somit für einen neuen Vertrag aufdrängen muss, denn einfach so werden Wechsel zu anderen finanzgeplagten Teams dieses Jahr nicht vonstatten gehen.
      Wie einige schon erwähnt haben, zurückbuchstabieren auf die neue Saison hin: ja, aber die Basis und die Sponsoren holt man eben dennoch mit Top-Leistungen oder wenigstens mit ehrlicher und kämpferischer Arbeit in der jetzigen Saison ab - daher muss der sportliche Turnaround unbedingt bald erfolgen.
      Als Tabellenletzter steigen wir zwar nicht ab, aber alles andere wird dadurch nur noch zusätzlich erschwert.
      Da ich aber schon einige Krisen mit dem HCD erlebt habe, bin ich doch noch recht gelassen, aber Raffainer und co. sind in den nächsten Monaten gefordert.
      17 auslaufende Verträge wären die letzten 10 Jahre ein riesiges Problemgewesen. In dieser Saison bin ich froh, wenn der HCD die Möglichkeiten hat diverse Verträge nicht ins kommende Jahr zu schleppen. Nur so wird der HCD überleben können.

      Diese Ausgangslage haben aber auch andere Vereine. Es wird die Kunst der Trainer sein, sämtliche Spieler Spiel für Spiel zu motivieren und zu pushen und zu Bestleistungen zu treiben...
      Arroganz ist die Karikatur des Stolzes.
      ich hoffe mal, die durchzogenen leistungen haben nichts mit den lohnrückbehalten zu tun... der fakt, dass die spieler einsicht in die bücher verlangt haben deutet darauf hin, dass sie zweifel an der finanziellen not des HCD haben. und ganz ehrlich, in dieser situation ohne zuschauer etc. daran zu zweifeln ist schon fast wahnsinn und zeugt nicht von viel vertrauen in den club. vielleicht sehe ich das zu eng, aber offensichtlich haben doch einige noch nicht verstanden, dass man die clubs nicht immer nur auspressen kann wie eine zitrone.
      17 auslaufende verträge sind happig! ich denke, die durchschnittsspieler werden es schwer haben, bei andern clubs bessere verträge zu erhelten. spieler wie corvi und hischier dürften jedoch nachwievor gute karten haben bei einem mäzenen-club zu guten konditionen unterzukommen. anderseits dürfte von andern, nicht-mäzenen-clubs, auch einige gute "schnäppchen" auf den markt kommen. schwierige aufgabe, aber ich traue raffainer zu, gestärkt aus dieser misere rauszukommen.
      wenn man FDB und evtl. Dino Wieder (IV?) von der Lohnliste bekommt, ist schon einiges erreicht. man gedenke, bei einem durchschnittslohn von 320'000 gehen mit diesen beiden wohl schon gegen eine Million weg. da man ersatz braucht für FDB müssten wohl noch zwei Spieler wegfallen, oder man schafft es, verträge mit tieferen salären zu vereinbaren.

      GlarnerSüd89 schrieb:

      9.6 millionen und ein durchschnittssalär von 320’000 sind schon sehr happig!!! Zumal ja die jungen spieler deutlich unter dem durchschnitt sein werden... da werden wohl nächste saison einige neue gesichter beim hcd auftauchen.

      Ja, der "Durchschnittslohn" ist sicherlich nicht gerade tief, wenn man bedenkt, dass doch einige junge Spieler in der Mannschaft sind.
      Die Vorgabe für Raffainer ist nicht ohne.

      HCD Glarnerland schrieb:

      17 auslaufende Verträge wären die letzten 10 Jahre ein riesiges Problemgewesen. In dieser Saison bin ich froh, wenn der HCD die Möglichkeiten hat diverse Verträge nicht ins kommende Jahr zu schleppen. Nur so wird der HCD überleben können.

      Diese Ausgangslage haben aber auch andere Vereine. Es wird die Kunst der Trainer sein, sämtliche Spieler Spiel für Spiel zu motivieren und zu pushen und zu Bestleistungen zu treiben...

      In der aktuellen Situation dürfte das wohl effektiv eher positiv sein - auch wenn es für uns heisst, nächste Saison wohl einige neue Gesichter zu sehen.
      Da die Situation aber in der ganzen Liga ähnlich ist, sollte es wohl möglich sein, die Lohnsumme insgesamt senken zu können - in der Hoffnung, dass der Substanzverlust nicht allzu gross sein wird.
      Ich denke, für einige Grossverdiener (oder "besserverdienende") mit durchschnittlicher Leistung wird die Situation auf dem Transfermarkt nicht einfacher.
      Ich habe mal eine Liste mit den auslaufenden Verträgen gemacht plus meine Meinung dazu:

      Barandun
      -> Unsicher, eher verlängern
      Buchli -> nicht verlängern
      Du Bois -> Rücktritt
      Guerra -> Verlängern
      Heinen -> Verlängern
      Jung -> Eher verlängern
      Kienzle -> Unsicher
      Nygren -> Rückkehr nach Schweden?
      Aeschlimann -> Eher nicht verlängern
      Ambühl -> Unbedingt verlängern
      Baumgartner -> Wenn möglich verlängern (NHL?)
      Egli -> Nicht verlängern
      Herzog -> Verlängern
      Hischier -> Nicht verlängern
      Lindgren -> Nicht verlängern
      Meyer -> Unsicher, eher nicht verlängern
      Turunen -> Stand jetzt nicht verlängern
      Palushaj -> Wenn möglich verlängern

      Ich denke vor allem auch auf den Ausländerpositionen wird viel passieren: Was passiert mit Lindgren? Auch er hat einen auslaufenden Vertrag, aber denke dass auch dieses Jahr das berühmte Jahr zuviel ist für einen Verein.