HCD News

      eismeister schrieb:

      Raubüberfall auf HCD Geschäftsstelle

      blick.ch/sport/eishockey/nla/d…ftsstelle-id16306604.html

      Kann Dino nicht allzu häufig zustimmen, aber diese Aussage hat was:
      "​Auch bedeutsam: Raffainer hatte einen ungetrübten Blick auf die Tatsachen und steckte nicht in der «Wir-werden-jedes-dritte-Jahr-Meister»-Illusions-Endlosschleife fest, wie Teile des Führungszirkels. Vielleicht hilft der Schock dieser feindlichen Übernahme ja etwas dabei, sich endlich aus diesem Zeitloch zu befreien."
      Gut beschrieben von Dino!
      Ausser dass der Wechsel von Forster, vom ZSC zum HCD kein "Raub" war. Was ich gehört habe wollte Forster nicht mehr beim Z spielen und wollte sofort weg.....also nicht der HCD hat Forster angefragt sondern Forster den HCD. Zudem wäre Forster hin wie her beim Z gegangen.....auch wenn er nicht beim HCD untergekommen wäre! Und dann kommt noch dazu dass der HCD damals wohl sehr viel an den Z abdrücken musste....Forster war immerhin ein Nationalspieler .....ich denke da wahren 500,000 fällig....oder sehe ich das falsch?

      Bleibt zu hoffen dass der SCB auch entsprechend löhnen muss ;) !
      Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren.
      Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war. (Bertolt Brecht)
      Besserwisser, das sind die Klugscheisser unter den Dummköpfen.(Gerhard Uhlenbruck)
      Denk daran, dass schweigen manchmal die beste Antwort ist. (Dalai Lama)
      Beleidigungen sind die Argumente jener, die über keine Argumente verfügen. (Jean-Jacques Rousseau)

      GoGoHCD schrieb:

      Und dann kommt noch dazu dass der HCD damals wohl sehr viel an den Z abdrücken musste....Forster war immerhin ein Nationalspieler .....ich denke da wahren 500,000 fällig....oder sehe ich das falsch?

      Ein Teil der Strafzahlung hatte Forster aus eigener Tasche berappen müssen, der Rest wurde von einem KC Mitglied übernommen. Nach der Causa-Forster wurde die Ablösesumme für Nationalspieler eingeführt welche dann auf 1 Mio festgelegt wurde.
      Nur wer ständig die Wahrheit sagt, braucht sich keine Gedanken darüber zu machen, was er gesagt hat.

      Fanatiker sind keine freien Menschen, sie sind Untertanen ihrer eigenen Überzeugung!

      Es gibt keine dumme Menschen, es gibt nur solche, die etwas Pech beim denken haben!

      Fan since 1979
      Buchli ist ein eigener Junior, das ist vermutlich das Problem. Für mich hat er das nötige Talent und auch die körperlichen Voraussetzungen als Verteidiger. Man kann den Spielern Selbstvertrauen geben oder nehmen. Das hat man bei Eggenberger und Kindschi etc. gesehen. Dan Hobér hatte seinerzeit aus den Elite Junioren eine Meistermannschaft gebildet. Ich war und bin der Meinung, dass man den Trainern mindestens 1 Jahr Zeit gibt um eine Mannschaft zu formen. Das Gleiche erwarte ich aber auch gegenüber den Spielern. Nur meine Meinung, ohne Anspruch auf Richtigkeit.
      Bezüglich Sportchef:
      In den Medien ist schon ein paar mal der Name "Pascal Müller" gefallen, das war meines Wissens auch schon nach dem Abgang ADC's und vor der Verpflichtung von RR jeweils der Fall.
      Was er heute macht weiss ich nicht, 2019/20 war er beim Verband als "Head of Officials" im Schiedsrichterwesen tätig, bis von 2013 - 2017 war er bei Kloten als Team Manager, Scout und ab 2016 bis im Herbst 2017 auch als Sportchef tätig, bis er dann zusammen mit dem Trainer entlassen wurde (von Hans Ulrich Lehmann).

      Meines Erachtens durchaus ein interessanter Kandidat, die ZSC Lions wollten ihn damals offenbar auch als Nachfolger von Edgar Salis verpflichten.
      Klar, mit Kloten ging es in den letzten Jahren in welchen er bei Kloten war stark bergab, aber zum Beispiel für die Saison 2016/17 hatten sie ein sehr gutes "Händchen" bei der Verpflichtung von in der Schweiz unbekannten Ausländern (Drew Shore, Bobby Sanguinetti).
      Stellt sich natürlich die Frage, wie gross war sein Anteil an der negativen Entwicklung, sowie auch an positiven Verpflichtungen, aber gerade die Zeit unter Hans Ulrich Lehmann war sicher nicht leicht und unter starkem Kostendruck.

      Er hat ja auch eine Vergangenheit als Verteidiger beim HCD, wechselte dann allerdings nach der (speziellen) Rückkehr von Beat Forster (wohl nicht ganz freiwillig) zu den ZSC Lions.

      Nachtrag, er ist nun hier tätig:
      49ing.ch/#team
      Also durchaus noch in einem passenden Bereich, ob eine Verpflichtung dadurch realistischer ist, ist aber eine andere Frage.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „roeme“ ()

      Nach einem 6-Punkte-Weekend sieht die Tabelle nach Punkt/Spiel gar nicht so schlecht aus ;)

      1. Zug - 2.34
      2. Lausanne - 1.96
      3. ZSC - 1.89
      4. Fribourg - 1.79
      5. Genf - 1.69
      6. HCD - 1.50
      7. Biel - 1.43
      8. Lugano - 1.38
      9. Rappi - 1.07
      9. Ambri - 1.07
      11. Bern - 1.00
      12. Langnau - 0.82

      Könnte gut damit leben, wenns bis am Schluss so bleibt - mal abgesehen vom ersten Platz.
      aber wer will schon einen Meistertitel nach Pkt/Spiel ;)

      #94 schrieb:

      Nach einem 6-Punkte-Weekend sieht die Tabelle nach Punkt/Spiel gar nicht so schlecht aus ;)

      1. Zug - 2.34
      2. Lausanne - 1.96
      3. ZSC - 1.89
      4. Fribourg - 1.79
      5. Genf - 1.69
      6. HCD - 1.50
      7. Biel - 1.43
      8. Lugano - 1.38
      9. Rappi - 1.07
      9. Ambri - 1.07
      11. Bern - 1.00
      12. Langnau - 0.82

      Könnte gut damit leben, wenns bis am Schluss so bleibt - mal abgesehen vom ersten Platz.
      aber wer will schon einen Meistertitel nach Pkt/Spiel ;)

      Natürlich wäre ein normaler Meistertitel schöner für die Zuger. Aber sollen sie deswegen alles verlieren. Ganz neutral beurteilt spielen sie eine Bombensaison, muss man auch mal sagen. Ausser gegen uns ;)
      HCD 1921 - Immer weiter

      Bandenhobler schrieb:

      #94 schrieb:

      Nach einem 6-Punkte-Weekend sieht die Tabelle nach Punkt/Spiel gar nicht so schlecht aus ;)

      1. Zug - 2.34
      2. Lausanne - 1.96
      3. ZSC - 1.89
      4. Fribourg - 1.79
      5. Genf - 1.69
      6. HCD - 1.50
      7. Biel - 1.43
      8. Lugano - 1.38
      9. Rappi - 1.07
      9. Ambri - 1.07
      11. Bern - 1.00
      12. Langnau - 0.82

      Könnte gut damit leben, wenns bis am Schluss so bleibt - mal abgesehen vom ersten Platz.
      aber wer will schon einen Meistertitel nach Pkt/Spiel ;)

      Natürlich wäre ein normaler Meistertitel schöner für die Zuger. Aber sollen sie deswegen alles verlieren. Ganz neutral beurteilt spielen sie eine Bombensaison, muss man auch mal sagen. Ausser gegen uns ;)

      Unbestritten! Die Quali bisher ist grossartig, sie stehen verdient da oben.
      Aber dennoch: ein solcher Titel hat für mich nicht den gleichen Wert wie einer nach gewonnenen Playoff-Schlachten.

      #94 schrieb:

      Bandenhobler schrieb:

      #94 schrieb:

      Nach einem 6-Punkte-Weekend sieht die Tabelle nach Punkt/Spiel gar nicht so schlecht aus ;)

      1. Zug - 2.34
      2. Lausanne - 1.96
      3. ZSC - 1.89
      4. Fribourg - 1.79
      5. Genf - 1.69
      6. HCD - 1.50
      7. Biel - 1.43
      8. Lugano - 1.38
      9. Rappi - 1.07
      9. Ambri - 1.07
      11. Bern - 1.00
      12. Langnau - 0.82

      Könnte gut damit leben, wenns bis am Schluss so bleibt - mal abgesehen vom ersten Platz.
      aber wer will schon einen Meistertitel nach Pkt/Spiel ;)

      Natürlich wäre ein normaler Meistertitel schöner für die Zuger. Aber sollen sie deswegen alles verlieren. Ganz neutral beurteilt spielen sie eine Bombensaison, muss man auch mal sagen. Ausser gegen uns ;)

      Unbestritten! Die Quali bisher ist grossartig, sie stehen verdient da oben.
      Aber dennoch: ein solcher Titel hat für mich nicht den gleichen Wert wie einer nach gewonnenen Playoff-Schlachten.


      ich denke dies sieht jeder Hockeyfan so. Und ziemlich sicher auch jeder Spieler.
      HCD 1921 - Immer weiter

      Bandenhobler schrieb:

      #94 schrieb:

      Bandenhobler schrieb:

      #94 schrieb:

      Nach einem 6-Punkte-Weekend sieht die Tabelle nach Punkt/Spiel gar nicht so schlecht aus ;)

      1. Zug - 2.34
      2. Lausanne - 1.96
      3. ZSC - 1.89
      4. Fribourg - 1.79
      5. Genf - 1.69
      6. HCD - 1.50
      7. Biel - 1.43
      8. Lugano - 1.38
      9. Rappi - 1.07
      9. Ambri - 1.07
      11. Bern - 1.00
      12. Langnau - 0.82

      Könnte gut damit leben, wenns bis am Schluss so bleibt - mal abgesehen vom ersten Platz.
      aber wer will schon einen Meistertitel nach Pkt/Spiel ;)

      Natürlich wäre ein normaler Meistertitel schöner für die Zuger. Aber sollen sie deswegen alles verlieren. Ganz neutral beurteilt spielen sie eine Bombensaison, muss man auch mal sagen. Ausser gegen uns ;)

      Unbestritten! Die Quali bisher ist grossartig, sie stehen verdient da oben.
      Aber dennoch: ein solcher Titel hat für mich nicht den gleichen Wert wie einer nach gewonnenen Playoff-Schlachten.


      ich denke dies sieht jeder Hockeyfan so. Und ziemlich sicher auch jeder Spieler.


      Ein Titel ohne Playoffs ist nur ein halber Titel. Und somit auch nur ein halber Meister.
      Zitat Aaron Palushaj: "Sie kennen doch diese kleine, schwarze Gummischeibe, mit der wir spielen. Manchmal will sie über die Torlinie, manchmal nicht."
      Betreffend Loyalität gibt es Fragezeichen. Der Prinz hat nicht nur relativ schnell die Langfristposition als Nationalmannschaftsdirektor verlassen, sondern auch schon beinahe fluchtartig den HCD nach nur gerade 1 ½ Jahren.

      Zudem hat er immer auch erheblichen Kollateralschaden mit zu verantworten. Dem Verband hat er mit Wohlwend und Mettler wichtige Angestellte ausgespannt und beim HCD tut er offensichtlich dasselbe wieder, er nimmt den Assistenzcoach Lundskog mit nach Bern. Der HCD war gemäss seinen eigenen Worten seine Herzensangelegenheit und in medial prächtig aufbereiteten Inszenierungen hat er immer mal wieder betont, wie wichtig das Logo auf der Brust, die Aufopferungsbereitschaft und Loyalität zum Team, zum Club, zum legendären HCD sind. Damit ist er sicher auch jungen Spielern in den Ohren gelegen und dieses Lied kann er in der künftigen Kommunikation mit Spielern nicht mehr singen; Wasser predigen und Wein trinken, das geht nicht.



      Absolut richtig von Thomas Roost. Er hat das richtig erkannt. Und hier sagt das mal einer, welcher nicht die HCD-Clubbrille trägt. Ich habe es schon mehrfach erwähnt, Raeto Raffainer hat die Glaubwürdigkeit aufs Spiel gesetzt und verloren. Soll er glücklich werden in Bern. Ich würde es ihm gönnen.
      Du muss die Tschegg fördig maken
      Ich habe Raffainers Move von der Nati zum HCD verstanden, bei Davos hatte er den Sport an jedem Tag im Jahr. Da haben die Spieler ihm auch zugehört. Aber jetzt mit diesen vielen leeren Worte kann ich mir schon vorstellen dass die Spieler die zukünftigen Köderworte von Raffainer nur als heisse Luft aufnehmen.. wird sich zeigen ob Raffainer für den SCB eher Flug als Segen sein wird..

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Der Davoser“ ()

      «Einige Reaktionen waren unter der Gürtellinie»

      Der Wechsel von Raeto Raffainer zum SC Bern sorgt für Kontroversen. Nun äussert sich der Noch-Davos-Sportchef über die Kritik an der Art und Weise seines Abgangs. Er sagt, weshalb der HCD fit ist für die Zukunft. Und spricht über die Gemeinsamkeit zwischen Davos und Bern.

      Die Meldung kam aus dem Nichts – und sie sorgte in der Eishockey-Schweiz für Aufregung, Erstaunen und teilweise für Unverständnis. Davos-Sportchef Raeto Raffainer verlässt den HCD nach eineinhalb Jahren und wechselt zum SC Bern, wo er die neue Funktion des «Chief Sport Officer» übernimmt. «Ich hatte keine Veränderung gesucht», sagt Raffainer. «Aber das Leben ist zu kurz, um sich eine solche Chance entgehen zu lassen.» Im Interview blickt der Engadiner mit etwas Abstand auf turbulente Tage zurück, spricht über die Transfers für die kommende Saison und sagt: «Meine Koffer sind noch nicht gepackt.»Raeto Raffainer, wie viele Nachrichten haben Sie nach der Ankündigung Ihres Wechsels erhalten?

      Raeto Raffainer: Es waren gegen 300 WhatsApp-Nachrichten. Dazu kamen noch einige E-Mails und Schreiben auf Plattformen wie LinkedIn. Am Wochenende habe ich mir drei Stunden Zeit genommen, um die letzten Nachrichten zu beantworten.

      Wie fiel die Mehrheit dieser Reaktionen aus?

      Der grösste Teil der Rückmeldungen war sehr positiv. Viele Leute mögen mir den Schritt gönnen und können ihn auch nachvollziehen. Es gab aber auch sehr emotionale, böse Nachrichten, gerade am Mittwochmorgen früh. Einige dieser Reaktionen waren unter der Gürtellinie. Aber ich kann damit umgehen. Ich wusste ja, worauf ich mich einlassen würde. Interessant ist: Ein Teil dieser Leute hat sich einen Tag später bei mir bedankt für die Transfers, die wir am Donnerstagnachmittag publik machten. Das zeigt, wie schnell sich Emotionen ändern können.

      Wie hat die Mannschaft auf Ihren bevorstehenden Abgang reagiert?

      Der Mannschaftscar ist am Dienstagabend nach dem Auswärtsspiel gegen Biel etwa um 1.30 Uhr in der Nacht in Davos angekommen. Viele Spieler waren müde und verstanden erst nicht, weshalb es plötzlich noch ein Meeting in der Garderobe gab. Für mich war es extrem wichtig, der Mannschaft zu erklären, dass ich in Bern nicht den gleichen Job ausüben werde und der Schritt für mich eine neue Herausforderung ist. Ich glaube, die Spieler haben das verstanden. Gleichzeitig wollte ich mich auch bei ihnen bedanken. Ohne die Mannschaft, die Trainer und deren tolle Leistungen hätte ich diese Chance wohl kaum bekommen.

      Trainer Christian Wohlwend, ein langer Weggefährte von Ihnen, haben Sie auf der Heimfahrt von Biel im Auto informiert.

      Für ihn ist die Situation sehr speziell. Er konnte mich verstehen, hat sich für mich gefreut. Gleichzeitig ist er auch sehr enttäuscht und traurig. Ich kann das verstehen. Ich bin stolz auf seine Entwicklung als Coach und überzeugt, dass er auch in den nächsten Jahren der richtige Trainer für den HCD ist.

      Viele irritiert der Zeitpunkt Ihrer Ankündigung. Wieso mitten in der Saison?

      Der Sportchef hat, zumindest in Davos, eine sechsmonatige Kündigungsfrist. Wenn ich also für die nächste Saison einen neuen Job annehmen will, muss ich mitten in der Saison kündigen. Kommt hinzu, dass rund 80 Prozent der Arbeit eines Sportchefs ein halbes Jahr im Voraus geschehen. Heisst: Ich bin jetzt daran, mit dem Konditionstrainer das Sommertraining zu planen, suchte Gegner für die Testspiele im August. Es macht daher absolut Sinn, in einem solchen Vertragsverhältnis zum jetztigen Zeitpunkt zu kündigen. Denn was wäre in den nächsten Wochen gekommen? Die Trainerdiskussionen, die Gespräche mit den ausländischen Spielern etc. Es wäre komisch und gegenüber dem HCD nicht fair gewesen, diese Entscheidungen zu treffen und gleichzeitig zu wissen, dass ich nächste Saison gar nicht mehr da bin.

      Auch die Art und Weise kam in Davos nicht gut an. Sie haben niemanden über das Interesse aus Bern informiert und den Verwaltungsrat vor vollendete Tatsachen gestellt.

      Ich verstehe die Enttäuschung in Davos grundsätzlich. Glauben Sie mir, ein Angebot aus der National League auf gleicher Sportchefstufe hätte ich nie angenommen, ich hatte keine Veränderung gesucht. Aus meiner Sicht offeriert mir der SCB eine einmalige Chance mit dieser neuen Stelle, welche es so in der Schweiz noch nicht gibt. Beim HCD macht es keinen Sinn, eine solche Position zu schaffen. Dafür sind die Strukturen und der HCD zu klein. Ich kann Ihnen auch versichern, dass der Wechsel nicht monetär motiviert ist.

      Sie hätten den Klub dennoch informieren können.

      Es ging mir in der Kommunikation darum, die Mannschaft und den Trainerstaff zu schützen. Ich versuchte, den Kreis möglichst klein zu halten und zügig vorzugehen. Sie wissen selbst, wie schnell sonst Gerüchte und Spekulationen entstehen. All das wären Störfaktoren und führten innerhalb des Teams zu Diskussionen. Die Mannschaft hatte in den vergangenen Wochen genug Unruhe. Unser Captain (Andres Ambühl, Anm. d. Red.) kam kürzlich zu mir und sagte, es wäre wichtig, wenn endlich etwas Ruhe einkehren würde. Deshalb auch der Zeitpunkt Mittwochmorgen. Die Mannschaft hatte danach drei Tage bis zum nächsten Spiel, um diese Neuigkeiten zu verarbeiten und auch intern zu besprechen. Die Partien gegen Langnau und Lausanne haben gezeigt, dass ihr das gelungen ist. Ich wollte gegenüber den Spielern und Trainern so fair wie möglich sein.

      Sie sagten, Sie hinterliessen eine «fitte Organisation für die Zukunft». Können Sie das erklären?
      Unser Ziel im Sommer vor zwei Jahren war es, den Kern der Mannschaft auf die kommende Saison zu verjüngen. Zudem erhielten wir vom Verwaltungsrat aufgrund der Coronakrise den Auftrag, 1,2 Millionen Franken zu sparen. Weil der Schweizer Markt sehr klein ist, mussten wir hier zuerst handeln. Ich bin stolz, dass wir jeden Transfer, den wir anstrebten, realisieren konnten. Da habe ich jeweils gejubelt im Büro (lacht). Ich bin überzeugt, dass wir junge Spieler verpflichtet haben, die das Potenzial haben, in den nächsten Jahren zu prägenden Figuren der Liga zu werden. Der Ausländermarkt ist grösser, auch im Sommer noch. Weil die Auswirkungen der Krise noch immer nicht ganz abschätzbar sind, wollen wir uns hier einen gewissen Handlungsspielraum offen halten.

      Und die Trainer?
      Dass wir mit Christian Wohlwend noch nicht verlängert haben, hängt nicht mit seiner Arbeit zusammen. In normalen Zeiten hätten wir wohl schon im Sommer erste Gespräche geführt. In dieser finanziell unsicheren Situation wäre es aber aus Sicht der Organisation nicht clever gewesen, früh langfristige Verträge mit der Trainer-Crew abzuschliessen.

      Welchen Fitnesszustand hatte der HCD bei Ihrem Amtsantritt?
      Ein Vergleich ist nicht fair, weil die sportlichen Strukturen ganz anders waren. Arno Del Curto hat in Davos sehr gute Arbeit gemacht. Aber in der sportlich strategischen Ausrichtung war der Klub nicht mehr modern aufgestellt. Wir haben deshalb sehr vieles verändert und modernisiert. Auf den Coaching-Positionen haben wir etwa ganz klare Profile erarbeitet. Wenn jetzt ein Teil des Coaching-Teams wegbrechen sollte, kennen wir das exakte Profil, das wir wieder suchen müssen als Ersatz. Dass nun mehrere Spieler in Davos unterschrieben haben, ohne zu wissen, wer ihr Trainer sein wird, zeigt, dass die Strategie aufgeht. Es ist ganz wichtig, dass ein Klub nicht von einer Person abhängig ist – weder vom Coach noch von einem Sportchef.

      Sind Sie überrascht, dass es derart gut funktioniert hat?
      (Überlegt) Ich glaube, die Monate nach dem Rücktritt von Arno Del Curto mit dem sportlichen Überlebenskampf haben es uns vereinfacht, einen komplett neuen Weg einzuschlagen. Wenn es sportlich nicht läuft, ist man offen für Neues. Im Erfolg sind Veränderungen hingegen sehr schwierig. Wir sehen das in Bern. Hätte der SCB früher den Umbruch eingeleitet, würde er derzeit wohl kaum in einer Baisse stecken. Er hätte aber wahrscheinlich den letzten Meistertitel dafür opfern müssen.

      Ich habe einige Stichworte für Sie, zu denen Sie bitte kurz Stellung nehmen.
      (Fällt ins Wort) Das ist schwierig bei mir (lacht).

      Der Höhepunkt beim HCD.
      Der Höhepunkt war gleichzeitig auch der Tiefpunkt. Die Stimmung vor dem Cup-Final gegen Ajoie. 60 Minuten später war alles anders.

      Dann haben Sie das Stichwort «Die grösste Enttäuschung» gleich vorneweggenommen.
      Ja.

      Mein grösster Fehler.
      (Überlegt) Der Spengler Cup 2019. Ich habe damals analysiert, wie die letzten Gewinner des Turniers strategisch vorgegangen sind. Alle Sieger mit demselben Spielplan wie wir haben in der Vergangenheit gepokert. Aber wir sind ab dem ersten Spiel «all in». Ich hatte von Anfang an kein gutes Gefühl dabei. Da hätte ich auf mein Bauchgefühl hören sollen.

      Das habe ich in Davos gelernt.
      Unendlich viel.

      Sprechen wir über den SCB. Sie waren drei Jahre als Spieler in Bern. Welche Erinnerungen haben Sie?
      Ich war damals 24. Der Wechsel von Zürich nach Bern war der Schritt «aus dem geschützten Bereich». Ich war bei den Lions immer der Junge. Der Junior, der von den GCK Lions in die erste Mannschaft kam. Da darfst du auch mal einen Fehler machen, der Klub setzt trotzdem auf dich. Mit dem ersten Transfer ändern sich die Erwartungen. Du musst raus aus der Komfortzone, der Stempel «Junior» fällt weg. Ich kam damit gut zurecht. Mein erstes Jahr in Bern war das produktivste meiner Karriere. Ich habe damals zudem meine Frau kennengelernt. Sie hat fünf Jahre beim SCB gearbeitet und war in der Geschäftsleitung. Ausser der 0:1- Niederlage im 7. Finalspiel im April 2007 gegen den HCD habe ich sehr positive Erinnerungen (lacht).

      Ist der heutige SCB so schlecht, wie er in der Tabelle steht?
      Nein. Aber er hat auch nicht mehr jene Qualität von 2018.

      Was braucht es, um den «Giganten wieder auf die Spur zu bringen», wie Sie das sagten?
      Zeit (macht eine Pause). Viel Zeit. Für die kommende Saison hat die Sportchefin (Florence Schelling, d. Red.) kaum Handlungsspielraum. Die Mannschaft steht zu grossen Teilen. Die Situation ist ähnlich wie vor zwei Jahren in Davos. Auch da war das Team quasi gemacht. Immerhin mussten wir damals nicht sparen und konnten in eine Trainercrew und zwei Ausländer investieren. Ziel in Bern ist es, im zweiten Jahr eine neue DNA zu schaffen, das Team zu verjüngen. Aber eben: Das wird Zeit brauchen. Ich bin gleichzeitig aber überzeugt, dass die aktuelle Mannschaft die Qualität hat, um im Mittelfeld dabei zu sein. Vorausgesetzt, sie ist gesund.

      Als Sie vom Verband zum HCD kamen, nahmen Sie mit Christian Wohlwend und Goalietrainer Peter Mettler zwei wichtiger Personen mit. Wer begleitet Sie nach Bern?
      Niemand. Ich habe Marc Gianola (HCD-CEO, Anm. d Red) versprochen, dass ich keine Sekunde für Bern arbeite, solange ich noch hier bin. Ich weiss aber, dass unser Assistent Johan Lundskog in der engeren Auswahl für den Cheftrainerposten in Bern ist. Das war aber schon im vergangenen Sommer so. Da habe ich nichts damit zu tun.

      Sitzen Sie in Ihrem Büro nicht schon auf gepackten Koffern?
      Nein. Ich treffe zwar keine mittelfristigen oder langfristigen Entscheidungen mehr für das Team. Aber ich beschäftige mich mit dem täglichen Betrieb. Vor der Partie gegen Langnau ist Robert Mayer ausgefallen, ich musste zusammen mit dem Goaliecoach einen Ersatz organisieren. Oder ich kümmere mich um den Nationalteam-Termin im Februar. Während der Spiele unterstütze ich weiter unseren Video- und unseren Goaliecoach bei ihrer Arbeit.

      Am 14. Februar spielt der HCD gegen Bern. Wo stehen Sie dann?
      Das hängt vom HCD ab. Ich weiss es nicht.
      Der Name auf der Vorderseite ist viel wichtiger als der auf der Rückseite. Zitat: Herb Brooks Team USA 1984