HCD droht freiwilliger Abstieg!

      HCD droht freiwilliger Abstieg!

      Quelle: 20min

      Hinter dem Entscheid zur Selbstvermarktung stehen die HCD-Verantwortlichen uneingeschränkt. Die Übergangsphase sei optimal verlaufen, die vom früheren Partner IMG geschaffene Basis war gut. Sie hätten wie erhofft Mehreinnahmen generiert, sagt Clubchef Gaudenz Domenig: «Wir halten den Schritt, das Turnier selber zu vermarkten, für absolut richtig.»

      Domenig schätzt den individuelleren Verhandlungsspielraum und die generell grössere Flexibilität: «Es fällt uns vermehrt leichter, auf Sponsorenwünsche einzugehen.» Die Bilanz sei entsprechend zufriedenstellend – die exakten Ergebnisse liegen zwar erst Ende Januar vor, aber schon jetzt meldet Domenig: «Es läuft sehr gut, wir sind auf gutem Kurs.»

      HCD müsste Zuschauerkapazität erheblich einschränken

      Seit der vollumfänglichen Integration der 11-Millionen-Exhibition in der Altjahreswoche setzt der HCD über 25 Millionen Franken um. Auf die Unterstützung einer Agentur verzichtet er bewusst. «Wir sind inzwischen selber ein ernsthaftes KMU, welches das Event-Management als Teil des Kerngeschäfts betrachtet – wie viele andere Clubs in der NLA übrigens auch.»

      Die Spengler-Cup-Marge gegen oben hin wird knapper. «Das Niveau ist bereits hoch. Es geht nur in kleinen Schritten weiter aufwärts.» Potenzial für spürbare wirtschaftliche Fortschritte ortet Präsident Domenig bei der mangelhaften Infrastruktur: «Den nächsten Sprung können wir einzig mit einer Stadionrenovation machen». Die veraltete Arena genügt den Ansprüchen längst nicht mehr.

      Das Projekt zur umfassenden Sanierung liegt vor, eine überarbeitete Version wird der Verwaltungsrat noch vor dem Jahreswechsel begutachten. Nach der Prüfung durch das Davoser Stadtparlament wird die Bevölkerung im kommenden Herbst über die Vorlage befinden. Die Entscheidungsträger haben sich zum Ziel gesetzt, spätestens im vierten Quartal 2019 in einer komfortablen und rentableren Sitzplatzarena anzutreten.

      Der Rekordmeister ist allerdings auf den Goodwill der einheimischen Stimmberechtigten angewiesen. Eine Niederlage an der Urne würde mutmasslich schwerer wiegen als alle Fehltritte der bald 21-jährigen Ära von Arno Del Curto zusammen. Domenig sagt, es gebe keinen Plan B: «Die Abstimmung ist überlebenswichtig. Wenn die Renovation abgelehnt wird, haben wir ein ernsthaftes Problem.»

      Wegen feuerpolizeilicher Auflagen müsste der HCD die Zuschauerkapazität erheblich einschränken – gemäss Domenig um 2500 Plätze. Bei einem negativen Entscheid und ohne ein alternatives Projekt bahne sich ein höchst unfreundliches Szenario an: «Ein freiwilliger Abstieg wäre kaum mehr zu verhindern.» Ein hohes strukturelles Defizit kann und will sich die Clubführung nicht leisten. «Dann gehen wir den Weg von Arosa.»

      TV-Pläne und das Nationalteam-Experiment

      Noch stellt Domenig allfällige (Stadion-)Konsequenzen nicht in den Mittelpunkt, die Perfektionierung des Spengler-Cup-Produkts nimmt mehr Raum ein. Hinter den Kulissen weiten die Macher das TV-Netz aus. Neben kanadischen Haushalten sollen künftig auch Sport-Konsumenten im Norden der USA Live-Bilder aus Davos empfangen können. «Wir erhoffen uns zum einen eine zusätzliche Entschädigung, andererseits festigt ein erweiterter Markt die Lust, am Turnier teilzunehmen», so Domenig.

      In Planung sind weiter sogenannte Power-Breaks. Zudem soll der Zuschauer in Übersee versuchshalber andere Rink-Werbung zu sehen bekommen – die Digitalisierung der Reklame ist bei der nächsten Verhandlungsrunde mit möglichen Geldgebern nicht zu unterschätzen: «In Nordamerika haben wir bereits mehr TV-Zuschauer als in der Schweiz. Das ist auf jeden Fall etwas wert.»

      Ein sportliches Experiment ist in einem Jahr geplant. Sollte sich die NHL für einen Olympia-Verzicht entscheiden, könnte Davos Schauplatz eines Mini-Vorbereitungsturniers für die Winterspiele in Südkorea werden. Neben der Zusage des Schweizer Nationalteams signalisierte das Team Canada, in der Olympia-Besetzung anzutreten – Russland soll ähnliche Überlegungen anstellen.

      «Es wäre eine Ausnahme. Wir sind grundsätzlich das älteste Clubturnier und haben nicht im Sinn, ein Nationenturnier zu werden», betont Domenig. Sollte der Verband aber eine längerfristige Spengler-Cup-Teilnahme für gut befinden, «müsste man diese Variante intensiv mit den Sponsoren und allen anderen Betroffenen diskutieren».

      Strategisch wäre der dauerhafte Einbezug der Nationalmannschaft ein cleverer Schachzug. Im NLA-Spielplan würden attraktive Spieldaten frei, womit sich der Rahmen für das kostenintensive Abkommen der Davoser mit der Konkurrenz, die Meisterschaft bis 2021 zu unterbrechen, unter Umständen verändern könnte. «Würde die offizielle Nationalteampause aufgehoben, müssten wir die Abgeltung eigentlich neu diskutieren.»
      Gutes Interview mit G. Domenig. Nur, so viel Neues ist jetzt auch wieder nicht drin.

      Darum Ball (Puck) flach halten, das Projekt gut aufgleisen - vielleicht muss es auch noch etwas redimensioniert werden, da gefühlte Luxusprojekte schlecht ankommen - dann gut Lobbyieren. Dann bin ich zuversichtlich für die politischen Entscheidungen.
      Eigentlich ein gutes Interview mit interessanten Aspekten.Wesshalb man diesen Endzeit panikartigen Übertitel nehmen muss ist mir dennoch ein Rätsel.
      Dass man aber hier im HCD Forum auch noch den selben panikartigen Themen Titel übernehmen muss ist mir noch viel rätselhafter !
      Gerüchte leben davon, dass man von gewissen Leuten Ungewisses weiss.(Klaus Klages)
      Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren.
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      Zu wissen, was man weiss, und zu wissen, was man tut, das ist Wissen.(Konfuzius)
      Dass der HCD in arge Nöte geraten würde, sollte das Hallenprojekt beim Souverän nicht durchkommen, hat Domenig bereits vor mehreren Wochen in der DZ gesagt, dies ist also Schnee von vorgestern und denke ich jedem HCD Fan klar. Also immernoch derselbe Stand wie vor mehreren Wochen, mit dem Unterschied, dass die DZ im Gegensatz zum Threaderöffner und 20 Minuten keinen reisserischen Titel braucht um Aufmerksamkeit zu erregen.
      Das Thema ist ja nicht neu - neu ist einzig, dass 20min eine reisserische Headline daraus macht.
      Weshalb dafür nun ein extra Thread eröffnet werden muss, ist mir ein Rätsel. Man könnte das ja auch einfach in die HCD News posten.
      Oder sollen wir künftig für jedes Interview/für jeden Bericht einen eigenen Thread eröffnen?

      Klar ist, dass es ein spannendes und heikels Thema ist und viel auf dem Spiel steht.
      Nun gilt es, die Arbeit sauber zu machen und das Stimmvolk zu "überzeugen".

      7270 schrieb:

      Dass der HCD in arge Nöte geraten würde, sollte das Hallenprojekt beim Souverän nicht durchkommen, hat Domenig bereits vor mehreren Wochen in der DZ gesagt, dies ist also Schnee von vorgestern und denke ich jedem HCD Fan klar. Also immernoch derselbe Stand wie vor mehreren Wochen, mit dem Unterschied, dass die DZ im Gegensatz zum Threaderöffner und 20 Minuten keinen reisserischen Titel braucht um Aufmerksamkeit zu erregen.


      Ja vielleicht fand der Journi von 20 Minuten die betreffende DZ im Briefkasten seiner Ferienwohnung, als er nach Davos kam und fand: Hej, die im Unterland sind sicher so doof, dass sie das noch nicht mitbekommen haben, da mache ich etwas daraus!
      Kei Ah- und Verstand, hauptsach Mythos Vaterland!
      Alles wäffelet, uns stinkts, Basel isch und blyybt Provinz! (Und trotzdäm überzügter (Stadt-)Basler)