Sanierung des Eispalast

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      Zitat aus dem Text:

      Die Osttribüne wird von einer reinen Stehtribüne zu einer, mit Ausnahme des Gästesektors,
      Sitztribüne umgewandelt. Sie wird analog zu der Südtribüne bis zur Primärkonstruktion zurück-
      gebaut und wird aus brandschutztechnischen Gründen ebenfalls neu verkleidet. Die Konstruktion
      entspricht derjenigen der Südtribüne.

      Heisst, der Heimsektor wechselt in den Westen. die Gäste wechseln in den Osten, analog wie Sie heute im Westen stehen.

      die Sitzplätze im Westen werden
      zurückgebaut,was bleibt sind die auf dem Balkon.

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      WMB schrieb:

      Neiiii,
      lesend mal richtig!!!
      ...uf beide Siite neui Balkön!

      sorry mis schwiizerdütsch



      Und was ist an meiner Aussage falsch? In den Osten kommen: Sitzplätze inkl. Balkon mit Sitzplätzen plus Gästestehplätze (Gästestehplätze wohl auf der Seite Richtung Nord- oder Südtrbüne). In den Westen kommen: Die Stehplätze der Heimfans inkl. Balkon mit Sitzplätzen. Oder irre ich mich da, denn genau das habe ich in meinem letzten Post beschrieben.

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      Also ich glaube es besteht hier ein problem mit den windrichtungen.

      Die nordtribüne ist die 10jährige sitztribüne, die bleibt.

      Die osttribüne ist unsere heutige stehtribüne.

      Die südtribüne ist die längsseitige sitztribüne, die ersetzt wird. Strafbank.

      Die westtribüne ist die altehrwürdige hcd-stehtribüne, welche den familienbalkon beinhaltet.

      Wenn wir hcd fans wieder dort zurück kehren, muss der hcd frühzeitig anmelden, dass die spielrichtung wieder umgekehrt wird. Das ging beim damaligen umbau vergessen.

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      Bei einer kürzlichen Diskussion äusserten nicht an Hockey interessierte und mit keinen Fan-Präferenzen vorbelastete Leute ihren Unmut darüber, dass die öffentliche Hand an diversen Orten Stadien finanzieren (helfen) müsse. Es ging insbesondere um die Frage, was die Klubs selber zur Finanzierung beitragen würden. Es wurden diverse Beispiele genannt, so etwa die geplante neue Halle für Fribourg, aber auch diejenige des ZSC, wo die öffentliche Hand auf unbestimmte Zeit das Defizit bei den Betriebskosten zu decken habe. Natürlich folgte unweigerlich der Vorwurf von wegen den (natürlich zu hohen) Spielergehältern, und wie dies eigentlich zusammen passe...

      Ich habe pflichtschuldigst darauf hingewiesen, dass z.B. die Stadt Zürich jährlich ca. 60 Mio. im Opernhaus versenke, dito dass in anderen Städten zwar nicht gerade soviel, aber immer noch erkleckliche Summen für "Kultursubventionen" gesprochen würden, obwohl sich offenbar nicht genügend Leute für die "Kultur" interessieren würden. Kurz und gut, die gewohnte Diskussion mit den bekannten Argumenten.

      Dennoch musste ich erkennen, dass ich eigentlich nicht besonders gut auf solche Diskussionen vorbereitet bin, insbesondere nicht wenn es um den HCD geht (...Opernhaus, Polizeibrigaden zur Aufrechterhaltung der Ordnung und so passen in Davos nicht so ganz in die Landschaft...) Habe dann versucht, etwas Argumente zu sammeln. Im Prinzip geht es um die Frage, welche konkreten Beiträge die Klubs zur Finanzierung (Instandhaltung, Erneuerung) der Stadien leisten. Wenig geeignet für Diskussionen ist die kaum belegbare "Werbewirkung" von Sportclubs für ihre Region / Stadt, zumindest nicht als primäres Argument. Im Verbund mit fass- und messbaren Argumenten kann man das unter dem Titel "übrigens" natürlich noch drauf propfen. Gerade für den HCD ist dies nämlich durchaus ein Argument, für den Rest der Liga wohl eher weniger.

      Am naheliegendsten wäre da wohl die Stadionmiete, bei der Billetsteuer wird es argumentativ schon schwierig, zudem wird diese nicht überall erhoben. Wie hoch die Nutzungsgebühren / Mieten sind, ist mir aber kaum bekannt. Ein Bürokollege mit SCB-Hintergrund will etwas von 4 Mio. pro Jahr wissen, welche Bern an die Investorengruppe abdrückt, welche den Stadionumbau finanzierte. In Zürich wird man der Hallenstadion AG Nutzungsgebühren bezahlen müssen, wieviel ist mir nicht bekannt. Die beiden Beispiele erwähne ich nur, weil an beiden Orten nicht die öffentliche Hand Vermieter ist, sondern privatwirtschaftliche Organisationen, bei denen ich davon ausgehe, dass Unterhalt und Erneuerung "eingepreist" sind.

      In dieser Hinsicht herrscht meiner Meinung nach noch Nachholbedarf beim Um- und Neubauprojekt des HCD. Die Stimmungslage bei den betroffenen Stimmbürgern ist mir allerdings nicht wirklich bekannt. In die "argumentative Offensive" gehen müsste man ja nur, wenn es erheblichen Widerstand gegen das Projekt gäbe.

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      @ ice
      um dich auf künftige diskussionen beziehungsweise monologe deinerseits besser vorzubereiten:

      das eisstadion davos dient nicht ausschliesslich dem hcd. es wird auch für viele andere sport- und nicht-sportanlässe benützt. das stadion wird nicht für den hcd umgebaut, sondern aus brandschutztechnischen gründen. selbstverständlich ist der hauptmieter der hcd und trägt finanziell auch mehrere millionen zum umbau bei. aber grundeigentümer des stadions ist die landschaft davos. man kann das stadion nun nach 36 jahren renovieren, verfallen lassen oder ganz neu bauen. allerdings gälten die selben argumente dann auch für die nächste renovation eines schulhauses, der kirche, dem gemeindesaal oder was auch immer. (ich gehe nicht mehr zur schule, warum soll ich da an die renovation beitragen... etc.)

      der hcd hatte noch vor 15 jahren eine jährliche wertschöpfung von 12,5 mio chf. rein der gesamtumsatz des spenglercups wurde welche in der zwischenzeit auf 27 mio. chf gesteigert! 70% davon kommen von ausserhalb davos. die personalkosten des hcd betragen jährlich 14,4 mio. chf, die in davos versteuert werden. bei einer flatrate von sagen wir mal 20% fliessen so rein von den löhnen her jedes jahr knapp 3.0 mio chf in die steuerkasse der landschaft davos bzw. kanton graubünden. die einnahmen aus eintritten wurden von 4,6 mio. chf (2003) auf chf 8,0 mio chf (2016) gesteigert. auch davon fliessen ertragssteuern in die steuerkassen von kanton und landschaft davos.

      der hcd betreibt eine professionelle nachwuchsabteilung. genau gesagt, DIE nachwuchsabteilung im kanton graubünden. davos bietet kulturell relativ wenig. als kur- und sportdestination ist es daher umso wichtiger, dass nicht nur etwas für den nachwuchs, sondern generell für die kinder und jugendlichen gemacht wird.

      zudem ist sowohl der hcd als vor allem auch der spengler cup ein werbeträger für die region, deren wirksamkeit in zahlen gar nicht bemessen werden kann.

      also, wenn du nun trotz diesen argumenten und fakten noch probleme in den diskussionen hast, dann meldest du dich bei mir. ok?

      ach ja, auf der homepage des sarganserländer fanclubs ist eine kurze und gute zusammenfassung über den umbau. (unter hc davos)

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      Thibaudeau schrieb:

      Also ich glaube es besteht hier ein problem mit den windrichtungen.

      Die nordtribüne ist die 10jährige sitztribüne, die bleibt.

      Die osttribüne ist unsere heutige stehtribüne.

      Die südtribüne ist die längsseitige sitztribüne, die ersetzt wird. Strafbank.

      Die westtribüne ist die altehrwürdige hcd-stehtribüne, welche den familienbalkon beinhaltet.

      Wenn wir hcd fans wieder dort zurück kehren, muss der hcd frühzeitig anmelden, dass die spielrichtung wieder umgekehrt wird. Das ging beim damaligen umbau vergessen.


      Nein es ist nicht so dass es eine verwechslung der Himmelsrichtungen gibt...

      Die Nordtribüne ist die neuste, das ist so. Sie beleibt zwar, wird aber ergänzt. Da gibt es zusätzliche Notausgänge und die Räumlichkeiten unter der Tribüne werden erweitert, vergrössert.

      Die Osttribüne, die heutige Stehrampe wird komplett umgebaut, da entstehen Sitzplätze inkl. einem Balkon und in der Kurve gegen den Süden die Stehplätze für die Gästefans.

      Die Südtribüne wird komplett Umgebaut, die ganze Tribüne wird so Steil hinaufgezogen wie die im Norden. Darunter entstehen neue Garderoben, unteranderem für das Gastteam. Ebenfalls ein Restaurant und zu oberst Logen.

      Die Westtribüne wird die neue Stehrampe der Heimfans beherbergen und in den Kurven Sitzplätze haben. Der bestehende Balkon wird, wie auch die Tribüne darunter, rückgebaut und durch einen Neubau ersetzt.

      Wenn die Umbauarbeiten abgeschlossen sind wird der Zugang für alle Sektoren über den Norden erfolgen, von da über den Ring in die Entsprechenden Sektoren. Davon ausgeschlossen ist die Stehrampe der Gäste, die kommen direkt vom Süden her auf ihre Stehrampe und auch wieder hinaus. So kann auch eine Fanteilung viel einfacher als bis jetzt gewährleistet werden.

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      @Jatzli
      vielen dank für die beantwortung. in der zwischenzeit war ich dann selber im besitz der unterlagen. der hcd fanclub sarganserland hat dazu auch eine gute zusammenfassung auf der homepage.

      ich bin klar für den umbau, weil es sonst einfach keine zukunft mehr gibt. trotzdem hoffe ich aber, dass man beim projekt zwei drei punkte nochmals anschaut:

      - die stehkurve hcd west soll offenbar nur noch die "gerade" fläche der eisfeldbreite umfassen. vielleicht macht man diese zone (z.b. die hälfte der bögen) doch noch etwas breiter und opfert dafür 20 sitzplätze. die stehkurve war zwar bis teilweise in playoffs und am spengler cup nie wirklich gefüllt. aber es muss auch nicht an jedem "guten" heimspiel in zukunft ein gemoste geben, nur damit die platzzahlen erreicht werden.

      - wenn ich den unterlagen richtig entnehme, sollen die plexiglasscheiben der halle im osten und westen entfernt und diese seiten mit holzelementen zugemauert werden. visualisiert sieht das auf den plänen cool aus. man verhindert so auch, dass es im stadion blendet, zuviel wärme aufs eis gelangt und vor allem bei spielen unter tags auch zu viel licht. daher sind wohl heute auch diese schwarzen lappen aufgehängt. trotzdem finde ich es schade, dass man an diesen wänden ganz auf tageslicht verzichten will. schön wäre, wenn eine lösung berücksichtigt wird (ich bin kein architekt), wo materialien verwendet werden, welche die ziele erfüllen aber trotzdem fenster bleiben. z.b. eine wärmeschutzbeschichtung auf die scheiben oder scheiben belassen und davor eine holzkonstruktion, welche licht und wärme abschirmen.

      - auf der nordseite wird das hallendach um zwei elemente verlängert. übrigens grundsätzlich eine idee, die ich schon vor 20 jahren einmal vorgeschlagen habe. allerdings würde ich das dach auf allen vier seiten um zwei elemente verlängern, um die symetrie der halle zu erhalten (schaut euch mal ein luftbild an). dies würde zusätzlichen platz schaffen und vermutlich auch die tribünen wieder etwas vergrössern. klar, eine kostenfrage. trotzdem würde ich das im selben zug machen, um auch räume für künftige ausbauten gleich schon zu schaffen.

      und noch das wichtigste: wenn wir wieder in den westen umgepflanzt werden, dann sollte der hcd auch wieder von osten nach westen spielen. beim letzten seitentausch in den 90er jahren gab das einen riesigen aufstand, weil schlicht und einfach niemand sich diesem punkt angenommen hatten und wir den rücken unseres goalies ansehen konnten und die erzielten tore zwei drittel lang in der ferne waren. übrigens noch zu einer zeit, wo der hcd im mitteldrittel immer etwas schwächelte, sodass man eigentlich nur immer gegentreffer zu sehen bekommen hat.

      ich wünsche mir, dass diese gedanken und wünsche noch einfliessen werden.

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      Die Bilder sehen genial aus, allerdings, wenn ich das richtig sehe, sind dies Bilder ALLER Wettbewerbsteilnehmer und nicht nur jene der Siegerfirma Marques AG. Also bitte mit Vorsicht geniessen!

      Der Walk of Fame im Ring um das Stadion (auf Bild 15/17) sieht echt genial aus und ist eine Hammeridee die unbedingt realisiert werden muss, da kämen bei der umfassenden Geschichte des HCD's auch endlich alle "grossen" Spieler (teilweise posthum) zu ihrer verdienten Ehre!

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      Danke für die Ausführungen und den Hinweis auf die Infos beim Fanclub Sarganserland, welche aber nichts mit dem Thema der Finanzierung zu tun haben. Dem "nicht HCD-Fan" - und nur um die geht es ja hoffentlich - sind die baulichen Änderungen herzlich egal, ihn interessiert die finanzielle Seite und wie diese das Gemeinwesen (...und letztlich indirekt auch ihn...) belastet.

      Von den aufgeführten Argumenten ist daher am ehesten noch das Steueraufkommen verwendbar, welches durch die Einkommenssteuern der Spieler generiert wird. Was der öffentlichen Hand konkret durch den Spenglercup zufliesst ist nur vage abschätzbar. Der Löwenanteil des Ertrages fliesst jedenfalls dem HCD zu und "verschwindet" dort in der Defizitdeckung - die Gewinnsteuern des HCD in den letzten XX Jahren dürften sich in sehr überschaubaren Grenzen bewegen.

      Das "Totschlag-Argument" lautet aber immer gleich, ob es sich nun um Fussball- oder Hockeystadien handelt. Es lautet: "Einerseits betreibt man Profisport und bezahlt den Spielern Spitzensaläre, aber wenn es um die Finanzierung des dafür benötigten Stadions geht, muss der Steuerzahler bluten und so den Profisport bzw. die Saläre der Spieler subventionieren..."

      Aus obigem "Totschlag-Argument" geht auch hervor, dass Vergleiche mit Schulhäusern, wo die öffentliche Hand ja auch die Renovationen /Umbauten / Neubauten bezahlen würde, eher abstrus daherkommen. Ausser die Schulhäuser werden von privaten Organisationen betrieben und bezahlen den Lehrern Direktorengehälter...

      Letztlich sind nur die folgenden Informationen relevant:
      1. Ist die Miete, die ein Klub für die Stadionnutzung bezahlt, kostendeckend? D.h. genügt sie, um die anteiligen jährlichen Betriebskosten zu decken, alle XX Jahren die üblichen (grösseren) Renovationen zu bezahlen und alle YY Jahre die (grösseren) Neu- und Umbauten? Die gleiche Frage muss sich bekanntlich jeder Hausbesitzer auch stellen.
      2. Falls nein, wie hoch ist der ungedeckte Teil? Idealerweise sollte der ungedeckte Teil nur eine Grössenordnung erreichen, welche mit der "Werbewirkung des Klubs" und den "Einkommenssteuern der Spieler" und ähnlichem weggewischt werden kann.
      Im konkreten Fall des HCD ist natürlich - ausser der Stadionmiete - noch relevant, wieviel man an den Umbau selber bezahlt. Dürfte aber wohl irgendwo zu finden sein.

      Gleiche oder ähnliche Diskussionen finden übrigens in Fribourg oder Genf statt, wo offenbar auch nicht bloss Hockeyfans der lokalen Klubs daheim sind. Auch beim neuen Stadion in Zürich benötigte es mehr als einen Anlauf bzw. Nachbesserungen bei der finanziellen Beteiligung, bis es schliesslich durchgewunken wurde. Das ganze Thema illustriert ausserdem, weshalb die Sportklubs "Defizitorganisationen" sind, welche durch Mäzen / Männerrunden / Gastro-Quersubventionierung am Leben gehalten werden müssen.

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      was kostet es den Steuerzahler! ja, bestimmt eine berechtigte Frage! aber was kostet es den Steuerzahler, wenn es den HCD nicht mehr geben würde (oder in der Versenkung der 2. Liga oder Dergleichen)?! was würde mit dem Stadion geschehen? Wie würde es genutzt? was wären dann die Kosten für die Gemeinde??

      und was bringt der HCD dem Dorf/Stadt Davos? also ich meinerseits zelebriere die Spiele, ich gehe immer erst in einem Restaurant essen, dann ans Spiel, nach dem Spiel an Wochenenden in einen "Schlumi" vor dem Heimweg. und nicht selten übernachten wir in Davos in einem Hotel und gehen am Spieltag oder Folgetag wandern oder ziehen uns einfach etwas Sonne rein. und wie oft habe ich in einem Sportgeschäft in Davos wieder etwas gekauft, das ich eigentlich gar nicht gebraucht hätte. winterschuhe kaufe ich ohnehin immer in Davos, dort gibts wenigstens richtige Winterschuhe. also über die ganze saison gesehen gebe ich in Davos ganz ordentlich Geld aus! ohne den HCD ginge ich bestimmt nicht nach Davos, es gibt nun wahrlich hübschere Wintersportdestinationen als Davos....!

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      Also in meinen Augen ist das wichtigste Argument nicht die Steuern sondern die wohl im 2 stelligen Mio bereich liegende Wertschöpfung... Nur schon in der Meisterschaft, geschweige während dem Spengler Cup. Was wäre Davos ohne den HCD und dann wird es für deinen Gesprächspartner zappenduster. Bedenkt man nur schon die Tatsache das der Wintersport rückläufig ist, ist es schlicht ein muss, dem HCD keine Steine in den Weg zu legen.

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      @ ice & all
      ist es denn nicht überall so? - in der wirtschaft kassieren auch ein paar leute oben gross ab (die spieler) und wenn es nicht mehr gut läuft, dann muss der mitarbeiter (steuerzahler) dafür bluten. die chefs tragen die verantwortung und die mitarbeiter die konsequenzen.

      schau, bei einem eisstadion ist es wie mit einem schwimmbad oder einem skilift. die frage darf nicht lauten, bezahlen wir das, sondern, leisten wir uns das. wie ich erwähnte, ist das stadion nicht nur für die teure erste mannschaft, sondern auch für die junioren, kinder, andere vereine etc. da. gerade im fall davos gehört das stadion der landschaft davos. der hcd ist lediglich mieter und die landschaft davos ist vermieterin. wird andernorts auch so sein. und als vermieter hast du halt einfach die pflicht, das mietobjekt in betriebsfähigem und benützbaren zustand zu halten. in davos kann man jetzt fragen, leisten wir uns das? wenn wir uns das leisten, dann wird das stadion saniert und dem hcd weiterhin zur verfügung gestellt. wenn wir uns das nicht leisten, dann gibt es kein stadion mehr in der heutigen form und somit ohne hcd keinen hauptmieter und dann auch keine mieteinnahmen, keine steuererträge und keine wertschöpfung mehr. zurück zum schwimmbad: wenn wir das schwimmbad sanieren, dann können die bürger das weiterhin nutzen und haben ein freizeitangebot. wenn wir es nicht sanieren, dann kostet es uns nur die abbruchkosten, aber wir haben danach einfach kein schwimmbad mehr.

      wir - damit meine ich weder hcd-fans noch hockeyfans im allgemeinen - müssen uns einfach von diesem kostenfaktor lösen, sondern uns darauf besinnen, was wir haben wollen und uns das wert sein lassen. und wenn wir schon rechnen, dann müssen aufwand und ertrag gegenüber gestellt werden. ein anderes beispiel: wer fährt mit dem auto durch den gotthardtunnel? ja, klar, der zürcher, der an den lago maggiore fährt. alle anderen benötigte es nicht. wir hätten keine verstopften strassen im ganzen land, wenn nicht jedes jahr 1 mio. lastwagen durch den gotthard fahren würden. wollen wir denn die lastwagen? oder jenen zürcher, der am lago maggiore vorbei nach italien in die ferien fährt? wollen wir, dass familie züzi das geld im ausland ausgibt? oder der deutsche, der mit 200 km/h durch die schweiz fährt? wollen wir das? oder den holländer, der seinen wohnwagen kaum den hügel hoch bekommt. wollen wir das? - nein, natürlich nicht. aber warum geben wir dann jetzt fast 4 Mrd chf für einen zweiten tunnel aus? - wir bauten also einen tunnel, der herr und frau schweizer nur beschränkt etwas bringt. und jetzt bauen wir gleich noch einen zweiten dazu. und bei einem stadion, das deutlich günstiger zu haben ist, das jung und alt etwas bringt, sportlich, unterhaltungsmässig, sogar kulturell, da geizen wir mit steuergeldern und fragen uns, warum wir soviel dafür zahlen müssen weil die löhne bei der mieterin des stadions hoch sind?

      im obigen beispiel müssten wir uns also auch fragen, weshalb verdienen gewisse leute so viel, die mit mercedes 500 durch den gotthard fahren und wir steuerzahler sollen den tunnel bezahlen.

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      Aus meiner Sicht hat der HCD eine wichtige Rolle für die Landschaft Davos. Es handelt sich um ein Unternehmen mit einem Umsatz im zweistelligen Millionenbereich, das eine erhebliche Wertschöpfung generiert, von der insbesondere die lokale Wirtschaft auch profitiert. Dies sind beispielsweise Zulieferer, Hotels, Restaurants usw. Zu beachten ist ferner die positive Werbewirkung für den Wintersportort Davos, da insbesondere mit dem Spengler Cup ein Anlass mit internationaler Ausstrahlung organisiert wird. Es gibt nicht viele Anlässe, die beispielsweise in Kanada oder Russland solch positive Aufmerksamkeit generieren. Ich denke, beispielswese das WEF hat auch eine grosse internationale Bekanntheit, ruft aber nicht nur positive Assoziationen hervor...

      Wie viele (Gewinn- und Kapital-)Steuern der HCD abliefert, ist das eine. Das andere ist aber, dass auch die Spieler ihre Löhne, die Hotels und Restaurants ihre zusätzlichen Erträge etc. versteuern müssen. Zudem werden dadurch in Davos Arbeitsplätze geschaffen. Die Eishockeysaison dauert von September bis April und lockt auch in eher umsatzschwächeren Monaten fast jedes Wochenende 4'000-5'000 Personen ins Stadion, wovon bei weitem nicht alle in der Region wohnhaft sind.

      Für mich ist klar, dass sich die öffentliche Hand an Infrastrukturkosten beteiligen muss. Sie bestimmt damit auch über die Nutzung derselben. Wie schon erwähnt, wird die Halle zwar schwergewichtig, aber nicht nur fürs Eishockey genutzt. Der HCD betreibt auch Juniorenförderung und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Jugendarbeit, was durchaus im öffentlichen Interesse liegt. Sportvereine haben aus meiner Sicht generell eine wichtige Bedeutung bei der Freizeitgestaltung junger Menschen. Dass beim HCD auch hohe Saläre bezahlt werden, ist unvermeidbar, wenn man auf höchster Ebene mithalten will. Alles andere ist eine Illusion. Zudem ist es bei (zum Teil stark subventionierten) kulturellen Institutionen nicht anders; da werden bisweilen auch hohe Löhne (Bsp. Opernhaus, aber auch Konzerthallen) bezahlt. Im Übrigen investierte die Landschaft Davos auch ins Kongresshaus, das namentlich wirtschaftlichen Interessen (WEF) dient.

      Für mich ist eine Zustimmung zu diesem Stadionprojekt eminent wichtig: Denn wer nicht investiert, muss damit rechnen, ins Abseits zu geraten. Dies gilt nicht nur fürs Eishockey, sondern für einen Tourismusort im Speziellen: Ich verbringe seit meiner Kindheit regelmässig Ferien in der Schweiz und insbesondere in Davos. Letzte Woche war ich jedoch beispielsweise im Zillertal und musste zum wiederholten Mal feststellen, dass man in der Schweiz punkto Investitionen mit Österreich kaum mithalten kann. Die Devise heisst dort unmissverständlich: "Entweder du investierst oder du bist weg vom Fenster!" Zu gross ist auch die interne Konkurrenz. Von dieser Einstellung kann man sich in der Schweiz generell eine Scheibe abschneiden. Auch im Sport ist klar, dass man nur mit Investitionen in die Infrastruktur vorankommt. Die alten Stadien mögen nostalgische Gefühle hervorrufen, doch wenn sie nicht modernisiert werden, werden sie unattraktiv und man gerät mit der Konkurrenz ins Hintertreffen. Hier kommt noch erschwerend dazu, dass das aktuelle Stadion nicht einmal mehr die sicherheitstechnischen bzw. feuerpolizeilichen Anforderungen erfüllt. Es ist also höchste Zeit, dass man die Halle saniert. Wichtig ist, dass dies finanziell tragbar ist, doch dies scheint gegeben zu sein, zumal der HCD nicht nur konsumiert, sondern sich finanziell daran beteiligt.

      P.S. Ich setzte mich in unserem lokalen Parlament unlängst für eine Überdachung des Eisfeldes in unserer Gemeinde ein. Dies kam letztlich auch in der Volksabstimmung durch. Das Resultat ist, dass seit der Einweihung der (nicht isolierten) Halle der Eishockeyklub ca. 30% mehr Junioren hat. Dies zeigt, eine bessere Infrastruktur macht den Sport attraktiver.
      Andi Möller zum Vorwurf, ein Weichei zu sein:

      «Andere können sich ja gerne vor dem Spiel die Eier hart kochen.»

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      @ stolte
      Da hast du recht. Was ich einfach noch sagen will, dass die hohen löhne sache des hcd sind, während das stadion der landschaft davos gehört und vom hcd gemietet wird. Wenn du eine firma hast und am gebäude wo du eingemietet bist renovationen nötig werden, kann das auch niemand in zusammenhang stellen, dass du den mitarbeitern branchenübliche löhne zahlst. Zudem bezahlt der hcd die zusätzluch gewüschte trainingshalle selber

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      Bei solchen Projekten wird es immer dafür und dagegen geben....es wird auch immer "Nörgler" geben die etwa auf die grossen Saläre der Spieler oder anderes hinweisen.
      Ich bin allerdings fest überzeugt das gerade in Davos die grosse Mehrheit weiss was der HCD für die Gemeinde bedeutet. Angefangen mit der Jugendarbeit bis hin zum Spengerlcup und vielen anderen Veranstaltungen die nichts mit Eishockey zu tun haben(siehe gerade eben der Schwinger Anlass)...eine Moderne Eishalle die auch den Feuerpolizeilichen gesetzen entspricht ist für einen Tourismusort wie Davos sehr wichtig. Dass damit der HCD erst die Möglichkeit hat weiterhin in der obersten Liga zu Spielen ist vom Projekt her fast schon unbedeutend.(okok...ein paar Räume bräuchte es ohne den HCD nicht ;) ).
      Was wird denn zum Projekt in Davos kommuniziert....läuft da schon was .....Info Veranstaltungen oder sonst was ?
      Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren.
      Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war. (Bertolt Brecht)
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      Zu wissen, was man weiss, und zu wissen, was man tut, das ist Wissen.(Konfuzius)

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