Ligareform 22/23

      Ganz aus der Schusslinie würde ich die Spieler dann doch nicht nehmen. Auch wenn die Hauptschuld sicher bei den Clubverantwortlichen liegt, tragen auch die Spieler und ihre Agenten zumindest eine Teilschuld an den aktuellen Problemen. Und die Abstriche bei den Löhnen in diesem Jahr sind meines Erachtens zwar schön und verdankenswert, dürfen aber in der aktuellen Situation durchaus auch bis zu einem gewissen Grad erwartet werden. Ausserdem dürften die Löhne auch nach den Reduktionen weiterhin auf einem sehr guten Niveau liegen.
      Würde mich nicht wundern wenn neue Beschlüsse bereits nach dem Verkaufsende der nächsten Saisonkarten präsentiert werden.

      Auch die Umfrage finde ich irgendwie ungenügend und eher eine Beruhigungstablette als ernst zu nehmend. Fragen über das Financial Fairplay kommen nicht vor....oder habe ich das überlesen ?
      Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren.
      Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war. (Bertolt Brecht)
      Besserwisser, das sind die Klugscheisser unter den Dummköpfen.(Gerhard Uhlenbruck)
      Denk daran, dass schweigen manchmal die beste Antwort ist. (Dalai Lama)
      Beleidigungen sind die Argumente jener, die über keine Argumente verfügen. (Jean-Jacques Rousseau)
      Die Umfrage ist definitiv eine Beruhigungspille, mit welcher die aufmüpfigen Fans ruhiggestellt werden sollen. Da fragen die doch tatsächlich noch, ob man weiterhin für Stehplätze und Gästefans ist. Nur anhand dieser Fragen sieht man schon, in welche Richtung das alles gehen soll...auch die Fragen zu den Powerbreaks, zum kotzen echt...
      HCD 1921 - Immer weiter

      Bandenhobler schrieb:

      Die Umfrage ist definitiv eine Beruhigungspille, mit welcher die aufmüpfigen Fans ruhiggestellt werden sollen. Da fragen die doch tatsächlich noch, ob man weiterhin für Stehplätze und Gästefans ist. Nur anhand dieser Fragen sieht man schon, in welche Richtung das alles gehen soll...auch die Fragen zu den Powerbreaks, zum kotzen echt...


      Das mit Stehplätzen/Gästefans sollte nicht falsch verstanden werden. Vaucher hat sich in einem Gespräch mit verschiedenen Kurvenvertretern aus der ganzen Schweiz dahingehend geäussert, dass es für die NL gar kein Thema ist, daran zu rütteln. Sie haben einfach sehr viel Druck aus der Politik, welche gerne mehr "Ruhe" an den Spielen hätte.
      Diese Fragen dürften nur in der Umfrage sein, um danach der Politik vorlegen zu können, wie verankert Stehplatzkurven und Gästefans bei den Fans sind.

      Zudem: Wenn sie das wirklich abschaffen wollen würden, weshalb fragt man dann auch nach Einheitspreisen für Gästetickets? Das ist nämlich ein klares Anliegen der Kurven, welches von der Liga nun aufgenommen wurde.

      Stiffmaster schrieb:

      Bandenhobler schrieb:

      Die Umfrage ist definitiv eine Beruhigungspille, mit welcher die aufmüpfigen Fans ruhiggestellt werden sollen. Da fragen die doch tatsächlich noch, ob man weiterhin für Stehplätze und Gästefans ist. Nur anhand dieser Fragen sieht man schon, in welche Richtung das alles gehen soll...auch die Fragen zu den Powerbreaks, zum kotzen echt...


      Das mit Stehplätzen/Gästefans sollte nicht falsch verstanden werden. Vaucher hat sich in einem Gespräch mit verschiedenen Kurvenvertretern aus der ganzen Schweiz dahingehend geäussert, dass es für die NL gar kein Thema ist, daran zu rütteln. Sie haben einfach sehr viel Druck aus der Politik, welche gerne mehr "Ruhe" an den Spielen hätte.
      Diese Fragen dürften nur in der Umfrage sein, um danach der Politik vorlegen zu können, wie verankert Stehplatzkurven und Gästefans bei den Fans sind.

      Zudem: Wenn sie das wirklich abschaffen wollen würden, weshalb fragt man dann auch nach Einheitspreisen für Gästetickets? Das ist nämlich ein klares Anliegen der Kurven, welches von der Liga nun aufgenommen wurde.

      Danke für deinen Input. Hast recht, die Frage nach den Einheitspreisen würde sonst keinen Sinn machen...
      HCD 1921 - Immer weiter
      Bin schon echt gespannt darauf, was die Spieler für Vorschläge machen werden, um die Kosten zu senken. Es gibt viele Profiteure des "geschützten Marktes", welcher die Preise hochtreibt, und die dürften ob der Entwicklung aus dem Schenkelklopfen gar nicht mehr herauskommen. Bei Lichte betrachtet wäre mit der Änderung bei den Ausländern - Erhöhung auf 7 Ausländer, dafür zählen Lizenz-Schweizer auch als Ausländer - gerade mal 7 Ausländer mehr in der National-League vertreten gewesen in dieser Saison, falls jeder Klub das Maximum ausgeschöpft hätte. Es hat auch schon Saisons gegeben, wo man dank der "Lizenz-Schweizer" schon einen höheren Ausländeranteil hatte. Das bedeutet weder den Untergang des CH-Hockeys im allgemeinen noch des Nachwuchswesens im speziellen.

      Und dass Klubs, welche ständig mit einem Bein im Abstiegskampf stehen, kaum eine wirtschaftliche Basis aufbauen können, weil sich kaum jemand findet, der ernsthaft Geld in ein Projekt stecken will, von dem nie sicher ist, wann nicht alles den Bach runtergeht, ist keine Neuigkeit. Aber hört man gewissen Fanklub-Präsidenten zu, die gegen die Reform wettern, so muss man mit Erschrecken feststellen, dass die nicht einmal die Organisation ihrer eigenen Klubs kennen. Ja, es gibt einen Geschäftsführer und wohl noch eine Sekretärin oder zwei, dann kennt man noch Trainergespann und Sportchef. Und wenn man dann absteigt, ja dann muss dann halt die eine Sekretärin auf 80% reduzieren, und wenn man dann wieder aufsteigt - ist ja kein Problem - dann kommt sie wieder 100%. Dass ein Abstieg in der heutigen Zeit vielerorts verbrannte Erde hinterlassen würde, weil man die ganze Nachwuchsarbeit und die entsprechende Infrastruktur - technisch und personell - nicht einfach tiefgefrieren und bei Bedarf wieder auftauen kann, liegt jenseits der geistigen Kapazitäten.

      Ob es wirklich nur Unkenntnis ist, oder ob man sich in von schnellem Wandel geprägten Zeit wenigstens noch im Hockey an der (in einer verklärten Sicht auf die Vergangenheit) heilen Welt der guten alten Zeiten festklammern will, wo noch der wahre Sport und vor allem die einzig wahren und echten Fans etwas galten, ist da wohl eher eine rhetorische Frage.

      Von Klubvertretern habe ich keine grundsätzliche Ablehnung des Reformpaketes registriert, einzelne Klubs sind gegen einzelne Komponenten, weil sie mit deren Interessen kollidieren. So ist der ZSC etwa gegen eine Lohnobergrenze (...warum dürfte klar sein, und wo das nicht so ist, würden auch Erklärungen nicht helfen...) und Ambri hält sich bedeckt. Könnte evtl. etwas mit den Lizenz-Schweizern zu tun haben. Vor etwa 1.5 Monaten hat es ein grösseres Interview mit Chris McSorley auf mySports gegeben, also mit jemandem, der die sportliche UND die wirtschaftliche Seite des Profi-Hockeys in der CH sehr gut kennt. Auch er hat, mit guten Beispielen zu den wesentlichen Reformpunkten, das Reformpaket befürwortet. Das hatte zig mal mehr Informationsgehalt als etwa das Gewäsch von Klaus Zaugg, der - mangels Argumenten - vor allem auf die Antipathieschiene setzt (SCB-Lüthi und EVZ-Lengweiler sind die Treiber, ergo ist es sowieso Mist). Aber Klaus kennt halt seine Pappenheimer, von denen er lebt und auch weiss, dass ein nicht kleiner Teil gar nicht merkt, wie er sie verarscht.

      Aber wie auch immer, die in der Reform angesprochenen Probleme verschwinden nicht einfach, weil man die Augen schliesst und laut "Lalala" singt. Ebenso klar ist, dass nicht alle Klubs gleichermassen betroffen sind. Lausanne, ZSC & Co. kann das Meiste herzlich egal sein, solange die Geldgeber sich nicht verabschieden. Na ja, mal schauen, was da aus der Befragung für bessere Vorschläge resultieren.
      In einem Punkt gebe ich den CEO`s recht. Viele Teams spielen Heute schon mit vielen Ausländern, wenn man die Swiss-Licence-Players dazu rechnet. Was ändert sich genau?

      Bei uns wäre dann Baumgartner ein Ausländer, also Spielen beim HCD jetzt 5 Ausländer oder sind es schon 6 da ja Knak nach Nordamerika wechselte und wir Sund holen durften?

      Versteht mich nicht Falsch, ich bin auch gegen die Zahl 7. Belassen wir es bei Vier und Lizenz-Schweizer gibt es nicht mehr wäre das sicher besser, gibt es diese Möglichkeit überhaupt oder wir lassen alles so wie jetzt und es gibt Teams mit 5 oder mehr Papierli-Schweizer. Ambri hat 4 Ausländer + 6 Swiss Licence Players macht 10! Ausländer

      Wenn es auf 7 festgelegt wird und die Schweizer-Lizenz nicht mehr existieren hat muss Ambri 3 Schweizer aktivieren, oder sehe ich das Falsch? Da 10 Ausländer 3 zu viel wären
      Der Name auf der Vorderseite ist viel wichtiger als der auf der Rückseite.

      Harte Arbeit schlägt Talent, wenn Talent nicht hart arbeitet.

      pauli schrieb:

      In einem Punkt gebe ich den CEO`s recht. Viele Teams spielen Heute schon mit vielen Ausländern, wenn man die Swiss-Licence-Players dazu rechnet. Was ändert sich genau?

      Bei uns wäre dann Baumgartner ein Ausländer, also Spielen beim HCD jetzt 5 Ausländer oder sind es schon 6 da ja Knak nach Nordamerika wechselte und wir Sund holen durften?

      Versteht mich nicht Falsch, ich bin auch gegen die Zahl 7. Belassen wir es bei Vier und Lizenz-Schweizer gibt es nicht mehr wäre das sicher besser, gibt es diese Möglichkeit überhaupt oder wir lassen alles so wie jetzt und es gibt Teams mit 5 oder mehr Papierli-Schweizer. Ambri hat 4 Ausländer + 6 Swiss Licence Players macht 10! Ausländer

      Wenn es auf 7 festgelegt wird und die Schweizer-Lizenz nicht mehr existieren hat muss Ambri 3 Schweizer aktivieren, oder sehe ich das Falsch? Da 10 Ausländer 3 zu viel wären

      das Problem ist, dass der grösste Teil der jetzigen Lizenzschweizern künftig keinen Vertrag erhalten werden, wenn sie dann als eine der 7 Ausländerlizenzen kosten würden! Dafür sind die meisten zu „schlecht“! Diese 7 Lizenzen werden an jeweils 7 Topshots gehen!
      ja, das ist sicher so. hat aber auf die schweizer keinen einfluss. ob sieben ausländer oder eben lizenz schweizer spielen ist doch eigentlich egal. junge schweizer spielen so oder so nicht.

      junge schweizer spielen nur wenn man die ausländer anzahl gleich hält und die papierli-schweizer extrawurst streicht. also 4 ausländer egal ob die als junioren in der schweiz gespielt haben oder nicht.
      eine ausnahme würde ich aber machen, bei solchen die in der schweiz geboren wurden oder mindestens 5 jahre vor dem 18ten Geburtstag bei den junioren gespielt haben.

      mit sieben ausländer kann ambri 3 "top" ausländer holen (eigentlich nur 2 da sie zwerger sicher behalten) und MUSS 3 schweizer verpflichten. das sind drei schweizer mehr als mit der jetzigen regelung
      Der Name auf der Vorderseite ist viel wichtiger als der auf der Rückseite.

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