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22.02.2018 22:07
Daniel Hüppin
Es ist niemand gezwungen, die Schweizer Eishockeymeiste rschaft zu verfolgen. Wer diese gar boykottieren will, soll das tun. Ich werde mich einem solchen Boykottaufruf ganz sicher nicht anschliessen.

22.02.2018 00:06
Achtung
Man würde besser die Schweizer Eiskunstlauf Hockey League auslachen und boykottieren ! Die Olympiahelden kehren bald gedemütigt aus Korea zurück um gleich wieder von ihren Clubfans vergöttert zu werden ...

21.02.2018 15:35
Truli
Bei uns wird die DEL nur ausgelacht aber wer spielt für eine olympische medallie... So sollten unsere möchtegernstar s spielen.... Bravo deutschland

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News
HC Davos: «Ehrung ohne Ehrung» für die Von-Arx-Brüder

Die Trikotnummern 78 (Jan von Arx) und 83 (Reto von Arx) werden beim HC Davos nicht mehr vergeben. Die beiden Leibchen kommen am Samstag zumindest unters Hallendach. Allerdings ohne Anwesenheit der beiden Spieler.

von Kristian Kapp

Es geht ja «bloss» um zwei Nummern. Aber im Eishockey, gerade in einem traditionsreichen Klub wie dem Rekordmeister HC Davos, lösen sie dennoch viele Emotionen aus. Derzeit hängen in der Vaillant Arena nur zwei Nummern von zurückgetretenen Spielern: Die «5» von Marc Gianola und die «69» von Sandro Rizzi. In der «Eishockeyreligion» gilt: Hängt eine Nummer unter dem Hallendach, darf sie in der ersten Mannschaft des Vereins nicht mehr vergeben werden. Diese Ehre wird also nur wahren Klublegenden zuteil.

Gianola und Rizzi, die heute beide in der Administration des HCD arbeiten, geben gemeinsam mit Trainer Arno Del Curto die Gesichter für die letzte, äusserst erfolgreiche Generation des HC Davos, die seit 2002 sechs Meistertitel gewann. Dazu gehören aber vier weitere Spieler: Josef Marha sowie die Brüder Jan und Reto von Arx, die als einzige alle sechs Titel als Spieler aktiv miterlebten. Und natürlich Andres Ambühl, der aber nach wie vor aktiv ist und deshalb nicht in diese «Leibchendiskussion» involviert ist.

Marha scheitert an der strengen HCD-Regel

Das Leibchen mit der «24» Marhas wird nie unters Hallendach kommen. Der Tscheche, der zwölf Jahre lang eine Leaderfigur im HCD war, erfüllt die strengen Vorgaben des Klubs nicht, weil er seine Karriere nicht beim HCD beendete, sondern noch eine knapp ein Jahr dauernde «Ehrenrunde» in seiner Heimat einlegte. Heute betreibt er in Tschechien eine eigene Eishockeyschule mit Schwerpunkt Schusstraining.

Anders sieht es bei der «78» (Jan von Arx) und der «83» (Reto von Arx) aus. Diese kommen nun am Samstag, wenn der HC Davos in einer Meisterschaftspartie den HC Fribourg-Gottéron empfängt, unters Hallendach. Oder besser gesagt: Die beiden Jerseys werden bereits neben jenen mit der «5» und der «69» hängen, wenn die Zuschauer ins Stadion strömen. So ist es zumindest geplant, bestätigt auch HCD-Verwaltungsratspräsident Gaudenz Domenig: «Es wird keine Zeremonie geben.» Der Rückzug der Trikots von Gianola und Rizzi wurde 2009 respektive 2014 emotional und feierlich an Heimspielen unmittelbar vor dem ersten Puckeinwurf zelebriert. Das wird bei den beiden Von-Arx-Brüdern nicht der Fall sein.

Warum? «Wir machen keine Zeremonie, wenn die beiden Spieler nicht dabei sind», sagt Domenig. «Reto fand keine Zeit. Und Jan können wir nicht zwingen, auch wenn er bei uns angestellt ist.» Reto von Arx befindet sich in der Tat bis am Sonntag privat im Ausland. Und Jan, der als Juniorentrainer im HCD beschäftigt ist? Der Ex-Spieler sagt auf Anfrage von «suedostschweiz.ch» bloss dies: «Ich kann dazu nichts sagen.»

Kurze Würdigung an der GV

Wenn die Davoser Fans am Samstag also ins Stadion pilgern, werden sie die Jerseys oben am Hallendach hängen sehen. Doch wann werden sie hochgezogen? Und von wem? Vom Abwart? Vom Eismeister? Mister X? Das kann oder will niemand sagen. Bei diesen speziellen Umständen einer in Eishockeykulturen zu den feierlichsten Anlässen gehörenden Zeremonie dürfte das Karrierenende der beiden Brüder eine Rolle spielen. Der Klub und die Spieler wurden 2015 nach dem bislang letzten Titelgewinn des HC Davos nicht einig über eine Vertragsverlängerung, die beiden Spieler traten daraufhin zurück. Es war kein Happy End einer im Schweizer Eishockey der Neuzeit beispiellosen Erfolgsstory von Brüdern in einem Klub.

Eigentlich schade, dass es nun zu einer «Ehrung ohne Ehrung» kommt, oder? Die betroffenen Spieler wollten sich in dieser seit ihrem Rücktritt andauernden Diskussion dazu nie äussern. «Es ist, wie es ist», sagt Domenig und verweist auf die ebenfalls am Samstag vor dem Spiel stattfindende Generalversammlung des Vereins. «Die beiden Spieler werden dort kurz gewürdigt.»

suedostschweiz.ch



News vom 27.10.2016
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